Im Test: Rabbids 3D (3DS)

Die Rabbids sind los. Kurz nach dem Release des Nintendo 3DS hat Ubisoft dafür gesorgt, dass die verrückten Hasen ihr Unwesen auch auf Nintendos neuem Handheld treiben. Wir haben Rabbids 3D einem ausgiebigen Test unterzogen und verraten euch, ob die Rabbids auch in 3D „Bwaaaaaahhh“ sind.

An sich könnte das Leben als verrückter Hase so schön sein. Man reist um die Welt, hat ein Faible für Pümpel, nimmt einen Einkaufswagen als Transportmittel und niemand wundert sich mehr über laute Schreie. In ihrem aktuellsten Abenteuer treiben die Rabbids gerade in einem Museum ihr Unwesen, als mit einem Mal eine Art Waschmaschine aus einem Zeitloch auftaucht und euren allzu neugierigen Protagonisten in die Vergangenheit schleudert. Dort gilt es nun nicht mehr die verschiedenen Stages der Reihe nach zu absolvieren, sondern auch die nächste Waschmaschine zu finden, um mit dieser von Epoche zu Epoche zu reisen. Rabbids 3D präsentiert sich dabei als seitlich srcollendes 2D Jump’n’Run, welches kaum klassischer hätte ausfallen können. Euer Rabbid verteilt Maulschellen zur Eliminierung von Gegnern, Kisten und anderen Objekten, springt über Abgründe, schwingt an Lianen entlang und balanciert über Wippen. In jedem Level dürfen neben Münzen auch kleine und große Schwimmenten gesammelt werden, die am Ende einer Stage addiert und zu eurem Konto hinzugefügt werden. Die Münzen schalten dabei nach und nach kleine in 3D modellierte Szenarien und Bilder frei, die man sich in der Galerie betrachten kann.

Doch zurück zum Gameplay: Ubisoft lässt in Rabbids 3D die Hasen durch die verschiedenen Zeitepochen springen und setzt dabei in den Stages jeweils die Eigenheiten der jeweiligen Epoche ein, um den Spieler bei Laune zu halten. Mal werdet ihr von einem Tyrannosaurus Rex verfolgt, mal müsst ihr bei euren Sprüngen auf Treibsand achten. Als Kontrahenten stellen sich euch andere Rabbids in den Weg, die in verschiedenen Verkleidungen ebenfalls ihrer Zeit angepasst sind. Kippende Plattformen, zerstörbare Kisten, sich drehende Räder oder Plattformen, herabfallende Felsen, rollende Steine, rutschige Ebenen – Rabbids 3D bietet viel Abwechslung, doch ist in diesem Plattformer nichts wirklich komplett neu. Stattdessen wirkt der Titel eher wie ein Sammelsurium aus verschiedenen Jump’n’Run-Spielen, welches mit dem schrägen Humor der Hasen gekoppelt wurde. Dazu gehören unter anderem auch die sammelbaren Kostüme, die euch zwar spielerisch keinen Vorteil bringen, euren Protagonisten aber mit den unterschiedlichsten Outfits durch die Stages düsen lassen. Hat man ein Level einmal absolviert, darf man es erneut besuchen und wahlweise auf Zeit spielen oder diverse Herausforderungen erfüllen wie beispielsweise alle gegnerischen Hasen zu treffen oder alle Münzen zu sammeln. Wer diese speziellen Missionen erfüllen möchte und sich mit dem Spiel beschäftigt, wird eine Weile mit Rabbids 3D beschäftigt sein. Der Schwierigkeitsgrad steigt zwar moderat an, doch sind alle Aufgaben für halbwegs erfahrene Zocker relativ gut zu bewältigen.

Obwohl Ubisoft die Rabbids zweidimensional in einem Jump’n’Run hüpfen lässt, hat man auch dreidimensionale Elemente in das Spiel gebracht. Die Polygonmodelle sowie die Umgebungen sind bunt gestaltet und recht abwechslungsreich. Teils zoomt dabei die Kamera ein wenig, um dem Spiel optisch mehr Tiefe zu verleihen. Dafür sorgen auch ein paar nette Elemente wie beispielweise ein Käfer, der mit einem Mal über den Screen fliegt und sich quasi vorne an eurem Bildschirm festsetzt, während das Spielgeschehen natürlich normal weiter läuft. Der Effekt ist gut gelungen, nur ist dies einer der wenigen Momente, in denen sich die dritte Dimension wirklich bemerkbar macht. Hin und wieder wirkt der Tiefeneffekt in den Stages recht nett, doch vom Prinzip her hätte man das Game auch auf dem normalen DS realisieren können. Beim Sound unterstreichen ein paar unterhaltsame Melodien die Level, die Soundeffekte sind hin und wieder recht witzig. Kritik darf aber noch an der Animation des Ubisoft-Logos geübt werden, die bei jedem Start des Spiels eingeblendet wird und nicht weg gedrückt werden kann. Beim ersten Mal ist der trötende Rabbid mit dem Logo noch recht witzig, aber schon ab dem zweiten Spielstart geht einem die mehrere Sekunden andauernde Animation auf den Keks.

Fazit

Die verrückten Hasen haben ihren ersten Ausflug in die dritte Dimension heil überstanden. Rabbids 3D ist zwar kein absoluter Hit, Ubisoft präsentiert uns aber solide Jump’n’Run-Kost auf dem Nintendo 3DS. Die im Spiel verwursteten Ideen hat man irgendwie allesamt schon einmal gesehen und auch der 3D-Effekt kommt nur hin und wieder zum Vorschein, trotzdem werden Genrefans nicht zuletzt mangels Alternativen durchaus ihren Spaß mit Rabbids 3D haben. Für einen möglichen Nachfolger wünschen wir uns neben mehr Anspruch auch etwas mehr Eigenständigkeit, dann klappt es vielleicht auch mit unserem Gütesiegel.

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1 Kommentar zu „Im Test: Rabbids 3D (3DS)“

  1. Sehr guter Test, habe das Spiel auch und hatte einige nette Stunden damit.
    Leider gab es ja keine Bosskämpfe und der Anspruch war wirklich etwas niedrig. Aber alles in einem hat mir das Spiel, dafür das es ein Rabbids Spiel ist, wirklich Spaß gemacht. Konnte mit der Franchize sonst noch nicht viel anfangen.

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