Angesehen: Capcom-Lineup gamescom 2011

Im Zuge einer Präsentation stellte uns Capcom vier noch diesen Winter, also bis zum Frühjahr 2012, kommende Spiele vor. Genauer handelte es sich dabei um Asura’s Wrath, Dragon’s Dogma, Resident Evil: Operation Racoon City und Street Fighter X Tekken. In diesem Artikel stellen wir euch alle vier Spiele kurz vor.

Asura’s Wrath

Mit Asura’s Wrath bringt Capcom Anfang 2012 eine Art japanisches God of War. Zumindest erinnert das Kampfsystem des Action-Titels stark an das erfolgreiche Sony-Franchise. Das Besondere an Asura’s Wrath ist in erster Linie aber das Setting. Dieses setzt sich aus Elementen der asiatischen Mythologie und Science-Fiction zusammen. Der Spieler übernimmt dabei die Kontroller über den Namensgebenden Gott Asura, der gemeinsam mit acht anderen Göttern die Macht an sich reizt. Als jedoch bei einem Fest der Kaiser ums Leben kommt, stellen seine Verbündeten ihn als den Schuldigen hin. Anschließend wird er ins Exil verbannt und seine Familie stirbt. 12.000 Jahre später kehrt Asura zurück, um Rache zu üben. Die Rache ist auch ein zentrales Spielelement, welches durch eine entsprechende Leiste dargestellt wird und Einfluss auf die actionbetonten Kämpfe hat. Neben den Kämpfen dominieren geskriptete und mit Quick-Time-Events versehene Abschnitte Asura’s Wrath. Dabei stellt sich die Frage, ob der spielerische Wert des Titels ausreicht, um lange genug an die Konsole zu fesseln oder ob bereits nach kurzer Zeit die Luft raus ist. Die Inszenierung kann sich aber bereits sehen lassen. Grafisch sieht Asura’s Wrath durchaus gut aus. Der leicht gezeichnet wirkende Stil passt zum Setting und den eindeutig übertriebenen Fähigkeiten des Antihelden und den ebenfalls unrealistisch, aber gut umgesetzten Kämpfen.

Dragon’s Dogma

Das Action-Rollenspiel Dragon’s Dogma stammt von den Produzenten hinter den Capcom-Erfolgstiteln Resident Evil 4 und Devil May Cry 4. Mit ihrem neuen Titel wechseln die Macher der beiden großen Capcom-Reihen in ein eher westliches Setting: eine mittelalterliche Fantasy-Welt. Dabei legen die Entwickler im Gegensatz zu anderen Genrevertretern den Fokus klar auf die actionbetonten Kämpfe und das eigene Können der Spieler sowie die Spezialattacken. Dadurch soll Dragon’s Dogma eher an ein reines Action-Spiel als an ein Action-Rollenspiel erinnern. Wählbar sind im Spiel mit Magier, Streicher und Kämpfer drei Standardklassen, die auch alle auf eine andere Kampfweise setzten. In den Kämpfen seid ihr allerdings nie alleine unterwegs. Von Anfang an habt ihr einen Begleiter, der durch eure Spielweise lernt und seine Fähigkeiten daran anpasst. Zusätzlich könnt ihr an bestimmten Stellen im Spiel zwei weitere Gruppen-Mitglieder rekrutieren. Diese sind allerdings nicht an euch gebunden und können auch nicht frei ausgerüstet werden. Der Hauptbegleiter hingegen kann auch an andere Spieler „verliehen“ werden. Die dadurch erlangten Erfahrungspunkte behält der Charakter anschließend. Einen richtigen Coop-Modus wird es in Dragon’s Dogma allerdings nicht geben. Die Story des Capcom-Titels dreht sich um einen Drachen, der eurem Charakter das Herz entrissen hat. Durch eine ungewöhnliche Fügung überlebt ihr aber und müsst euch nun euer Herz zurück holen. Im Laufe des Abenteuers trifft der Held auf weitere Personen, die ein ähnliches Schicksal teilen. Ob Dragon’s Dogma letztlich überzeugen kann, lässt sich an Hand der Präsentation aber noch nicht genau sagen. Gerade die Inszenierung der Kämpfe wirkte sehr gut und lässt auf einiges Potenzial hoffen, das die Entwickler nur nutzen und mit einer guten Story und motivierendem Gameplay unterstützten sollten.

Resident Evil: Opration Racoon City

Zu Beginn der Präsentation von Resident Evil: Operation Racoon City wies man uns mehrfach daraufhin, dass es sich bei dem Titel um ein Spin-off der Reihe handelt. Dies wird dann auch durch Setting und Gameplay deutlich. So kommt Resident Evil: Operation Racoon City als waschechter 3rd-Person-Shooter daher. Außerdem übernimmt der Spieler erstmals die Kontrolle über die „böse“ Seite des Resident Evil-Universums. In der Rolle von Spezialkräften ist es das Ziel zu verhindern, dass Beweise über die Verstrikung von Umbrella in die Ausbreitung des T-Virus gefunden werden. Deshalb gilt es auch nicht in erster Linie gegen Zombies zu kämpfen, sondern Sondereinsatzkräfte des US-Militärs daran zu hindern eben jene Beweise zu finden. In der als Demo gezeigten Mission war es das Ziel den aus früheren Teilen bekannten Leon S. Kennedy zu jagen und beseitigen. Dabei kann das gesamte Spiel auch im Coop-Modus mit bis zu vier Spielern angegangen werden. Zombies kommen natürlich auch in Resident Evil: Operation Racoon City vor und können sogar als taktisches Element gegen eure Feinde genutzt werden. Doch auch ihr könnt durch sie einen Nachteil erhalten. Werdet ihr zum Beispiel von einem Scharfschützen getroffen, fängt euer Charakter an zu bluten, was dazu führt, dass die Zombies verstärkt auf euch los gehen. Zusätzlich ist es möglich sich mit dem T-Virus zu infizieren. Gelingt es nicht innerhalb einer bestimmten Zeit das Gegenmittel zu finden, verfärbt sich der Bildschirm langsam blau, der Ton wird dumpfer und ihr verwandelt euch schließlich in einen Zombie. Spielen könnt ihr als solcher allerdings nicht. In den nächsten 15 Sekunden seht ihr zu wie euer Charakter seine Kameraden angreift, bevor er umfällt und ihr respawnen könnt. Das Konzept von Resident Evil: Operation Racoon City erinnert ein bisschen an die Left 4 Dead-Spiele und dürfte sicher auch durch diese inspiriert sein. Ob das ganze System am Ende auch gut funktioniert, lässt sich allerdings noch nicht abschätzen. Hier muss sich der Titel erst noch beweisen.

Street Fighter X Tekken

Die Kooperation von Capcom und Namco Bandai soll innerhalb der nächsten Jahre zwei Crossover-Spiele der beiden bekannten Beat’em Up-Reihen Street Fighter und Tekken hervorbringen. Mit Street Fighter X Tekken hat Capcom den ersten der beiden Titel bereits seit längerem in der Mache. Während der Präsentation konnten wir allerdings lediglich zwei Kämpfe im zwei-Spieler-Modus und nur in einem Level sehen. Deshalb lässt sich noch nicht sagen, wie die KI-Kämpfer agieren oder ob die Arenen über genauso aktive Hintergründe verfügen, wie bei Street Fighter 4. Der erste Eindruck lässt Street Fighter X Tekken wie eine etwas abgewandelte Version von Street Fighter 4 erscheinen. Statt einzeln, treten nun immer zwei Kämpfer gemeinsam an. Allerdings muss nur einer der beiden zum K.O. Gebracht werden, um eine Runde zu gewinnen. Neben gemeinsamen Aktionen, wird es auch wieder Ultra-, Focus- und Special-Moves geben. Die Kämpfer-Auswahl setzt sich bisher aus den unterschiedlichsten Figuren der beiden Reihen zusammen. Neu in der uns gezeigten Version waren die beiden Street Fighter-Charaktere Hugo und Ibuki sowie die Tekken-Recken Kuma und Raven. Auch ohne Street Fighter X Tekken selbst angespielt zu haben, lässt sich bereits sagen, dass das Spiel gerade Fans von Street Fighter ansprechen wird. Ob auch Anhänger der Tekken-Reihe mit dem Titel ihren Spaß haben werden, dürfte ganz individuell ausfallen, da sich das Gameplay der beiden Reihen stark unterscheidet. Wer lieber ein Tekken-basiertes Spiel möchte kann aber auf Tekken X Street Fighter warten.

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