Angespielt: Der Herr der Ringe: Der Krieg im Norden (PS3, Xbox 360, PC)

Sowohl die Der Herr der Ringe-Bücher als auch die Filmumsetzungen von J.R.R. Tolkiens Stoff erfreuen sich einer riesigen Fangemeinde. Da ist es kaum verwunderlich, dass es in den Jahren rund um beziehungsweise nach den Kinostarts der Filme zu zahlreichen Spielen basierend auf dem Franchise kam. Allerdings ist es seit Warner Bros. Interactive die Rechte an dem Stoff hält deutlich ruhiger und überschaubarer geworden. Mit Der Herr der Ringe: Der Krieg im Norden veröffentlicht der US-Publisher jedoch noch diesen Winter – und damit nur kurz vor dem zehnjährigen Jubiläum des ersten Films – ein auf dem Franchise basierendes Koop-Action-Rollenspiel. Bei einer Präsentation auf der gamescom konnten wir uns den Titel nicht nur ansehen, sondern auch selbst mit zwei anderen Pressevertretern spielen.

Wie der Titel des neusten Der Herr der Ringe-Spiels schon erahnen lässt, ist die Story im Norden von Mittelerde angesiedelt und erzählt von Geschehnissen die Zeitgleich mit den Filmen in diesem Bereich der Fantasy-Welt statt gefunden haben. Dabei basiert die Geschichte selbst aber nicht direkt auf einer Vorlage von Tolkien, sondern ist von den Entwicklern speziell für das Spiel erdacht worden. Lediglich der in den Norden gezogene Krieg, wurde von Tolkien an mehreren Stellen angedeutet und erwähnt.

Die Helden des Action-Rollenspiels ist eine recht klassisch ausgewählte Gruppe: Eradan, der Dúnedain-Waldläufer, Andriel, eine Elben-Magierin und der Zwergen-Krieger Farin. Welche Rolle die einzelnen Charaktere in der Dreier-Gemeinschaft einnimmt, dürfte jedem sofort klar sein. Dadurch ergänzen sich die Protagonisten des Spiels nicht nur, sondern vertreten auch die drei wichtigsten Völker Mittelerdes. Es ist weiterhin egal ob ihr das Abenteuer alleine antretet oder euch zwei menschliche Mitspieler sucht, in Der Herr der Ringe: Der Krieg im Norden, werden immer alle drei Charaktere mit von der Partie sein. Die Kontrolle über eure Kameraden übernimmt wenn nötig die KI. In wie weit das funktioniert und ob eure Begleiter intelligent reagieren, lässt sich aber noch nicht sagen.

Während der gamescom-Präsentation haben wir gemeinsam mit zwei Kollegen von der Presse als Zwergen-Krieger Farin die Axt geschwungen und uns durch Ork-Horden gekämpft. Von der Story haben wir dabei verständlicherweise nicht allzu viel mitbekommen, wissen aber, dass wir in dem Demo-Abschnitt eine Zwergen-Festung gegen die feindlichen Truppen verteidigt haben. Schnell wurde uns klar, dass Der Herr der Ringe: Der Krieg im Norden in erster Linie ein Action-Spiel ist, während die Rollenspiel-Elemente eher unterstützender Natur sind und unter der Oberfläche schlummern. Die Entwickler wollen auf diese Weise Fans beider Genres ansprechen. Es ist also an euch selbst die Waffe zu schwingen. Dabei fliegen dann auch immer mal wieder Körperteile eurer Feinde durch die Gegend. Das ist zwar recht brutal, erreicht aber nicht den Gewaltgrad, den wir aufgrund der bisherigen Berichterstattung erwartet hätten. Trotzdem dürfte Der Herr der Ringe: Der Krieg im Norden das bisher wahrscheinlich brutalste Spiel des Franchises werden.

Mit ungebändigtem Willem und einigen gemeinsamen Aktionen, schafften wir es schließlich zu dritt die Horden des Feindes zurück zu drängen. Dafür galt es schließlich auch noch mehrere Trolle zu besiegen. Wichtig ist auch, dass ihr eure Kameraden aktiv unterstützten könnt und sogar müsst. In unserem Beispiel wurde Andriel von den Feinden überwältigt und drohte zu fallen. So schnell es uns als Zwerg und angesichts der Feinde auf unserem Weg möglich war, eilten wir zu unserer Begleiterin und retteten sie, um anschließend gemeinsam gegen die Trolle anzutreten.

Eindruck

Der Herr der Ringe: Der Krieg im Norden macht ohne Zweifel Spaß und könnte Fans des Franchises aber auch Action- und Rollenspiel-Fans zufrieden stellen. Ein ganz großes Highlight dürfte der Titel aber unserem ersten Eindruck nach trotzdem nicht werden. Das liegt in erster Linie daran, dass in Sachen Gameplay nichts Besonderes geboten wird, was aber auch gar nicht erforderlich ist. Meine persönlichen Erwartungen konnte die Präsentations-Demo zumindest schon einmal bestätigen und ich freue mich darauf wieder einmal in einem Spiel nach Mittelerde zu reisen.

Screenshots

1 Kommentar zu „Angespielt: Der Herr der Ringe: Der Krieg im Norden (PS3, Xbox 360, PC)“

  1. Ich denke auch, dass das Spiel richtig fein und solide ist! Werde ich mir auf jeden Fall holen!

    Aber das Genre hab‘ ich bis jetzt noch nicht verstanden – Action-Rollenspiel, heißt das wieder hochleveln, wie in „Das dritte Zeitalter“ (wär natürlich extrem geil) oder wsl. eher so wie „Die Eroberung“… War auch ganz gut.

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