Die Frage der Woche (50/11): Wie wichtig sind euch die Spielanleitungen?

Letzte Woche haben wir von euch in unserer Kategorie Frage der Woche wissen wollen, was ihr mit euren Spielen macht, nachdem ihr sie durchgespielt habt. Das Ergebnis verraten wir euch zusammen mit der aktuellen Frage nun an dieser Stelle.

Wir wollten von euch in der letzten Woche wissen, was ihr eigentlich mit euren Spielen macht, nachdem ihr sie durchgespielt habt. Dabei wurde klar, dass der Großteil von euch die Spiele behält. Satte 99% von euch behalten die Spiele, nachdem sie einmal gekauft wurden. Nur magere 1% verkauft die Spiele wieder, sobald sie durch sind. So kann man immerhin noch den maximalen Gewinn erzielen, da ein Spiel relativ früh nach dem Release noch den höchsten Wiederverkaufswert hat. Und was passiert mit den Spielen, wenn ihr sie alle behaltet? 80% von euch behalten die Spiele, obwohl sie diese nur noch selten spielen. 11% geben sich damit nicht zufrieden ein Spiel zu besitzen, sondern spielen es auch noch möglichst oft wieder. Nur bei 7% landet das Spiel im Regal und wird nicht wieder hervorgeholt.

Doch widmen wir uns nun unserer aktuellen Frage der Woche. In den letzten Jahren konnte man verstärkt feststellen, dass die Spielanleitung in den Hüllen der Games immer weiter reduziert wurden. Mal waren sie nicht mehr farbig, mal umfassten sie nur noch ein paar Seiten mit den wichtigsten Hinweisen. Beim 3DS hat Nintendo nun teils komplett auf Anleitungen in Form von Handbüchern verzichtet und stattdessen Faltblätter beigelegt. Zum Launch der Playstation Vita wurde bekannt, dass in den Hüllen teils nur Faltblätter mit den Sicherheitshinweisen liegen, während sich die Anleitung als Tutorial versteckt komplett im Spiel enthalten ist. Die Publisher sparen sich so natürlich Kosten ein, die sonst in die Herstellung der Anleitung fließen. Was sagt ihr dazu? Ist euch die Anleitung sowieso egal und ihr werft nie einen Blick hinein. Oder vermisst ihr die aufwändig gestalteten Anleitungen, die man heutzutage immer seltener findet? Verratet es uns!

7 Kommentare zu „Die Frage der Woche (50/11): Wie wichtig sind euch die Spielanleitungen?“

  1. Leider, leider werden die guten alten Handbücher immer nutzloser in letzter Zeit. Das Spiel selbst erklärt den Spielern so ziemlich alle Kniffe der Steuerung und wie was zu welcher Zeit gemacht wird. Dass man zum Beispiel bei Super Mario Sunshine Wasser vor sich auf den Boden spritzen und so blitzschnell und quasi unendlich lang auf dem Bauch durch die Gegend rutschen kann habe ich nur durch’s Handbuch rausgefunden. Allerdings kann es sein, dass einem das irgendein NPC im Laufe des Spiels erzählt.

    Zu Zeiten des Gamecubes habe ich mir noch die komplette Anleitung reingezogen, damit ich schon so viel wie möglich über das Spiel weiß; teilweise aber auch, weil ich wusste, dass da draußen irgendwo jemand sitzt, der den ganzen Kram übersetzt hat.
    Gerade bei Nintendo’s schön gestalteten und so viel ich weiß durchweg farbigen Manuals – welche noch dazu einige der wenigen sind, die auch deutsche Screens beinhalten – hat mir das immer Spaß bereitet. Insbesondere, wenn ich das Spiel aus gewissen Gründen noch nicht spielen konnte, wie es bei Twilight Princess der Fall war (denn ich hatte noch keine Wii, das olle Euronics hatte nur 10 Stück).
    Jedenfalls hat sich das hingezogen, bis die Wii erschien. Wie erwähnt habe ich mir das Handbuch von Twilight Princess noch durchgelesen, aber schon wenige Monate zuvor hat sich das ausschließlich auf AAA-Titel begrenzt, weil ich einfach keine Zeit mehr hatte und den armseligen Rest davon lieber ins Daddeln stecken wollte. Das jetzige Wochenende ist zum Beispiel nur 24 Stunden lang und von dem habe ich noch knappe 8 Stunden übrig. Da bin ich halt weniger von einem Handbuch angetan, welches möglicherweise noch Fragen offen lässt, da heutzutage vieles sehr kurz gefasst ist. Wenn es um Savefiles geht und etwas unklar ist, so schaue ich aber gerne nochmal ins Handbuch. Aber das ist eher selten der Fall.

    Dementsprechend mein Vote:
    „Ich finde zwar, dass eine Anleitung dazu gehört, brauche sie aber kaum.“

  2. Schöner Kommentar, smitty, da erkenn ich mich in einigen Punkten wieder.
    Früher waren Anleitungen für mich die beste Klolektüre der Welt, aber mit der Zeit sind sie ja bekanntlich immer spärlicher bzw. liebloser geworden.
    Ich lese immer noch jede Anleitung durch, das hat aber eher nostalgische Gründe.
    Wirklich wichtig sind sie nicht mehr, ganz auf sie verzichten möchte ich dann aber auch
    nicht.

  3. Als ich die Anleitung von OoT3D sah fand ich die ja irgendwie interessant, aber dann kam SM3DL… und das hat mich echt umgehauen. Das war ein verdammtes Blatt (Papier), in der Mitte geknickt! Ende. Wenn dafür aber in Zukunft 3DS-Titel alle nur noch 35€ kosten, könnte mich das aber milde stimmen. Allerdings waren das die Preise im Müller. Media Markt waren’s dann schon wieder 45-50.

    Egal, jedenfalls hoffe ich, dass die Anleitungen nicht gänzlich verschwinden. Solange es noch ausgewählte große Spiele gibt, die weiterhin Lesestoff für mich parat halten, können die anderen ruhig mit ihren Faltblättern kommen.

    Ja, ich weiß, dass dies die letzten Schritte vor dem Abgrund sine… t.t

  4. Also wenn ich mir Download-Titel kaufe, was meist der Fall ist, dann sind Anleitungen offensichtlicherweise nicht mehr so wichtig. Dennoch ist es schön, wenn Tutorials, Probelevel oder eine Anleitung vernünftig in das Spiel integriert worden sind.
    Aber kaufe ich im Handel ein Spiel, dann lese ich mir eigentlich meist die Anleitung bzw. das Handbüchlein vor dem Start des Spiels komplett durch. Und ich freue mich dann auch, wenn die Anleitung liebevoll verfasst worden ist. Das gehört für mich einfach dazu, wenn ich für ein Spiel schon 30 bis 50 Steine liegen lassen muss.

  5. In den 90ern hat es sich noch ausgezahlt Handbücher zu lesen – das war zum Teil ein Erlebnis für sich (Zelda, Earthbound (!), MGS, Baldurs Gate etc.). Manche davon hatten sogar weit über 100 Seiten (CIV II !).

    Damals wurde ein Game ja auch nicht einfach als Disc in eine schmale DVD-Hülle gepackt, sondern das waren ja oft richtige kleine Schatzkisten die man da bekommen hat. Die hatten die Größe einer Cornflakes-Packung und neben einem dicken Handbucch meist auch eine Karte und einen Kopierschutz-Decoder dabei (Monkey Island, Zack McKracken, Zool usw.)

    Ich seh aber schon ein, dass angesichts von InGame-Tutorials das Handbuch seinen klasssichen Nutzen mehr oder weniger verloren hat. Ich finds dann aber doch immer wieder sehr nett, wenn man sich bei einem neuen Spiel die Mühe gemacht hat. Bei GTA:SA oder auch bei GTA V fand ich zB diese kleinen „Reiseführer“ richtig nett.

    Die angesprochenen „gefalteten Zettel“ find ich hingegen sehr traurig. Wenn man hier schon sparen will, dann sollte man das ganze wenigsten etwas kreativer gestalten. Mittlerweile wird ja noch nicht mal mehr in Farbe gedruckt. Vor allem die großen Publisher wie zB Activision verzichten quasi komplett auf schmucke Beilagen – stattdessen liegen meist gleich drei oder vier Werbeflyer bei – die dann allerdings in Farbe und Hochglanz … Da das Handbuch wohl kaum zu einer Kaufentscheidung beiträgt, sehen das die Profitmaximierer natürlich als überflüssig an.

    Schade. Aber immerhin freut man sich dann umso mehr wenn mal wieder was Handfestes beiliegt.

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