Spielerisch bewerben

Jobs in der Spielebranche zu bekommen, ist gar nicht so einfach. Längst vorbei sind die Zeiten, in denen ambitionierte Nerds am heimischen Computer virtuelle Welten erschufen. Wer heute Fuß fassen will, braucht neben einem dicken Fell und entsprechenden Qualifikationen vor allem Glück! Und wer sich allein darauf nicht verlassen will, der hilft eben mit ein paar cleveren Ideen nach.

So geschehen bei Marius Fietzek aus Ludwigsburg. Der Animationsstudent an der dortigen Filmakademie hätte offensichtlich sehr gerne ein Praktikum bei Designerlegende Tim Schafer, der ja bekanntlich zur Zeit an einem neuen, per Crowdfunding finanzierten Grafikadventure arbeitet. Statt nun aber einfach eine Bewerbung per Brief oder Mail an das Studio Double Fine nach San Francisco zu schicken, verpackte Fietzek seine Bewerbung selbst in ein kleines Grafikadventure, welches nun auch im Internet die Runde macht. Der Witz dabei: Schon Schafer selbst hatte mit einer ähnlichen Version dieser Idee Ende der 80er einen Job bei LucasFilm bekommen, gut möglich also, dass er auf diese Form der Schmeichelei anspringt.

Wer die witzig gestaltete Bewerbung selbst einmal ausprobieren möchte, findet das Spiel unter folgendem Link.

2 Kommentare zu „Spielerisch bewerben“

  1. Nette Idee. Alles, was irgendwie an ein Point ’n Click-Adventure erinnert, löst bei mir eh Glücksgefühle aus. Insofern könnte diese Art der Bewerbung tatsächlich erfolgversprechend sein. Wobei davon ausgegangen werden muss, dass in der Firma von Herrn Schafer regelmäßig kreative Bewerbungen eingehen.
    Tim Schafer hat bei mir spätestens seit Day of the Tentacle einen dicken Stein im Brett. Ich hoffe, dass sein neuestes Werk ein Erfolg wird. Da ja wohl auch Herr Gilbert mit von der Partie ist, sind die Voraussetzungen allemal gegeben.
    Es wird wohl auch heute noch genug Fans geben, die Geld für diese Art Adventures ausgeben. Ich hab‘ beispielsweise Beneath A Steel Sky: Remastered & Baphomet’s Fluch 1 & 2 in den letzten Jahren gekauft und war erwartungsgemäß ziemlich begeistert. Insofern freut mich neues Material, v.a. von Herrn Schafer, natürlich umso mehr.

  2. Nette Idee, aber wie Cap schon sagte, wer sich bei Double Fine bewirbt wird nicht einfach eine Bewerbungsmappe hinschicken.

    Das ist zwar etwas OT, aber ich muss es einfach loswerden. Wenn Double Fine mit ihrem neuen Projekt fertig sind und dann (hoffentlich) mit der Arbeit an Psychonauts zwei anfangen, führe ich einen Freudentanz auf. Psychonauts ist mein absolutes Lieblingsspiel, und jetzt da Ron Gilbert auch noch Teil von Double Fine geworden ist… das ist mein persönlicher Nerd-Himmel.

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