Im Kurz-Test: Reality Fighters (PS Vita)


Neben Ultimate Marvel vs. Capcom 3 erschien mit Reality Fighters von Sony ein weiteres Beat’em Up zum Launch der Playstation Vita. Im Gegensatz zu Capcoms PS3– und Xbox 360-Umsetzung, kann der Augmented Reality-Prügler allerdings nicht völlig überzeugen. Warum das so ist, erfahrt ihr in unserem Kurz-Test.

Reality Fighters ist in Sonys PS Vita-Launch-Line-Up das Spiel, das die Augmented Reality-Funktion des Handhelds genauer beleuchtet. In dem Beat’em Up tretet ihr mit einem vorgefertigten oder selbst erstellten Kämpfer in realen Arenen an. Das bedeutet ihr seht auf dem Bildschirm das, was die Kamera der PS Vita gerade einfängt. Wirklich gut funktioniert das allerdings nur bei der richtigen Beleuchtung, da sonst die Kämpfer nicht korrekt platziert werden. Alternativ könnt ihr auch ein gespeichertes Panoramabild oder eine der vorgegebenen Arenen verwenden. Die Kamera kontrolliert ihr bei allen drei Optionen mit dem Gyro-Sensor der PS Vita, also durch Bewegen des Handhelds. Das stört bereits nach wenigen Minuten, da das Bild während der Kämpfe schnell verwackelt und dadurch unnötig hektisch wirkt. Auch sonst bietet Reality Fighters nur solide Beat’em Up-Kost. Zwar stehen insgesamt 15 Kampfstile, darunter zum Beispiel Samurai, Kung-Fu oder Zombie, zur Verfügung, aber die Kombo-Vielfalt der Stile ist dann doch begrenzt. Dafür weiß der Charakter-Editor durch einen großen Umfang zu überzeugen. Mit der Kamera nehmt ihr entweder ein Bild von euch oder einem Freund/Verwandten auf und verwendet dieses dann als Gesicht des neuen Recken. Anschließend habt ihr die Möglichkeit Körper, Kleidung, Frisuren, Waffen und eben den Kampfstil frei festzulegen. Dabei lassen sich recht skurrile Kämpfer erstellen. Das etwas maue Gameplay kann der Editor aber nicht retten und so motiviert Reality Fighters nur recht kurz.

Fazit

Reality Fighters ist ein grundsolides Beat’em Up-Spiel, mehr aber auch nicht. Die Augmented Reality-Funktion der PS Vita nutzt der Titel zwar auf interessante Weise, aber nicht immer funktioniert es einwandfrei. Gerade die Kamera-Steuerung über den Gyro-Sensor nervt recht schnell. Immerhin kann der Editor mit einem ordentlichen Umfang überzeugen. Erfahrene Beat’em Up-Spieler finden allerdings bessere Genre-Vertreter für die PS Vita.

Screenshots

Hinweis: Die Screenshots in diesem Artikel wurden mit der Screenshot-Funktion der PS Vita erstellt. Sie stellen die Grafikqualität des Spiels weitgehend glaubhaft, eher etwas schwächer, dar.

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