Im Test: Tiny Wings (iPhone)

Seit Anbeginn träumt die Menschheit davon, frei wie ein Vogel durch die Lüfte zu fliegen. Im wunderschönen Spiel Tiny Wings von Andreas Illiger, wird dieser Traum nun endlich wahr – zumindest virtuell.

Das Spielprinzip von Tiny Wings ist absolut simpel gehalten. In der Rolle eines kleinen Vogels schliddert der Spieler über eine hügelige Landschaft und versucht dabei durch das richtige Timing mit Druck auf das Touchdisplay den kleinen gefiederten Freund in die Luft zu befördern. Gelingen dabei mehrere saubere Sprünge hintereinander, so fliegt der Vogel immer höher, sogar bis in die am oberen Bildschirmrand befindliche Wolkendecke hinein. Die Levels gehen dabei fließend ineinander über, denn am Ende einer jeden Landschaft gibt es einen riesen Sprung direkt in eine neue Landschaft. Vorsicht ist allerdings geboten, denn der Piepmatz springt nur während des Tageslichts vergnügt von Hügel zu Hügel – durch möglichst viele effiziente Sprünge sowie dem Einsammeln von Sonnensymbolen lässt sich die untergehende Sonne zum Glück ein wenig aufhalten.

In Tiny Wings geht es allerdings nicht ausschließlich um hohe Luftsprünge, denn durch vorgegebene Aufgaben gilt es auch das Nest des kleinen Vogels stufenweise zu verbessern, wodurch der Punktemultiplikator erhöht wird und somit letztlich ein Tagesablauf im Spiel verlängert werden kann. Diese Ziele sind anfangs noch recht simpel gehalten, indem man beispielsweise eine bestimmte Welt zu erreichen oder eine bestimmte Anzahl an Wolkenberührungen zu schaffen hat. Später hingegen wird es schon recht knifflig, darf man beispielsweise keine Sprünge ausführen, sondern ausschließlich über die Hügel schliddern bis zu einem bestimmten Ziel. Hierbei muss das Timing so verschoben werden, dass der kleine Vogel genug Speed bekommt, aber eben nicht abhebt – gar nicht so einfach!

Optisch ist das Spiel sehr ansprechend, wenn auch ebenso simpel wie die Ein-Finger-Steuerung und das allgemeine Spielprinzip gehalten. Unterschiedliche Hügellandschaften präsentieren sich dem Spieler in angenehmen Farbtönen. Dabei generiert sich das Leveldesign jeden realen Tag aufs neue, sodass für Abwechslung gesorgt ist. Ebenfalls sehr schön sind die Laute des Vogels, die er jeweils passend zu kleinen sowie riesigen Sprüngen von sich gibt. Drumherum erklingt ein sehr angenehmer Soundtrack, der zwar nur aus einem Lied besteht, dafür aber dermaßen harmonisch komponiert wurde, dass er zu keiner Zeit stört – im Gegenteil.

Fazit

Mit Tiny Wings ist Andreas Illiger ein echtes Highlight auf dem iPad, iPhone und iPod Touch gelungen. Für gerade einmal 79 Cent taucht der Spieler in ein simples und zugleich süchtig machendes Spiel ein, welches optisch und akustisch ein echter Genuss ist. Wie oft habe ich in den letzten Tagen gedacht, eben nur noch mal ein paar perfekte Sprünge hinzulegen oder die Vorgaben für das neue Nest-Upgrade zu erfüllen – und schon war der Sonnenuntergang da.

Screenshots

2 Kommentare zu „Im Test: Tiny Wings (iPhone)“

  1. Schön, dass es hier nun auch Tests von Spielen solcher Plattformen gibt! 🙂
    Habe mir Tiny Wings vor ca. 3 Wochen runtergeladen und seitdem immer mal wieder zwischendurch gespielt. Meiner Meinung nach neben den altbekannten Spielen wie „Doodle Jump“, „Angry Birds“, „Fruit Ninja“ & co. ein typisches iPod/Phone-Spiel: Schnell zu erlernen, angenehm zu steuern und perfekt geeignet, um sich ’nen Moment abzulenken! 😀
    Hänge grad übrigens bei Nest x28 fest… 😉

  2. Pingback: Fünf iOS-Spiele, die man gespielt haben sollte | Press A Button

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