Im Test: LEGO Pirates of the Caribbean: Das Videospiel (PS3)

Johnny Depp macht aktuell als Pirat in Pirates of the Caribbean: Fremde Gezeiten wieder die Kinoleinwand unsicher. Passend dazu veröffentlicht Disney Interactive, wie heutzutage üblich, auch ein passendes Spiel. Doch statt einer direkten Umsetzung des Films, bringt der US-Medien-Konzern in Zusammenarbeit mit dem Entwicklerstudio Traveller’s Tales einen Ableger der beliebten LEGO-Spielreihe auf Basis der Fluch der Karibik-Filme auf den Markt.

Bei LEGO Pirates of the Caribbean: Das Videospiel erwartet euch natürlich das gewohnte Gameplay, das bereits bei sämtlichen Vorgängern zum Einsatz kam. Auf wirkliche Innovationen verzichten die Entwickler erneut, wodurch bei einigen Spielern durchaus Ermüdungserscheinungen auftreten könnten. Die Qualität des Titels ist aber trotzdem unbestritten. Wie schon in sämtlichen anderen LEGO-Spielen bereitet das einfache Gameplay viel Spaß und der Umfang von LEGO Pirates of the Caribbean: Das Videospiel lässt sich ebenfalls sehen.

Dabei erzählt LEGO Pirates of the Caribbean: Das Videospiel nicht nur die Geschichte der ersten drei Filme – also von Fluch der Karibik, Pirates of the Caribbean: Fluch der Karibik 2 und Pirates of the Caribbean: Am Ende der Welt – nach, sondern enthält ebenfalls bereits den gerade in den Kinos angelaufenen vierten Teil Pirates of the Caribbean: Fremde Gezeiten. Demnach entstammen die zahlreichen, frei spielbaren Charaktere auch dem gesamten Spektrum, das die Vorlage bietet. Dazu kommen weitere, aus den Vorgängern bekannte Elemente, wie rote Hüte für besondere, auf Wunsch aktivierbare Boni oder goldene LEGO-Steine, die unter anderem den Weg zu neuen Bereichen im Hafen, der Oberwelt, öffnen.

Auch in Sachen Grafik hat sich im Vergleich zum erst kürzlich erschienenen LEGO Star Wars 3: The Clone Wars nur wenig getan. Klar sieht die Playstation 3-Version besser aus als die Wii-Version, dennoch kratzen die LEGO-Spiele auch weiterhin nicht an der Leistungsgrenze der Konsole. Aber das dürfte aufgrund des erneut gelungenen Charmes der LEGO-Figuren, gerade in den humorvollen Zwischensequenzen, kaum jemanden stören. Ein Lob muss hingegen dem wirklich gelungenen Sound ausgesprochen werden. Zwar sprechen die Charaktere weiterhin in einer Fantasy-Sprache, dafür wurde die Musik aus den Filmen gekonnt in das Spiel integriert und klingt dabei meistens wirklich gut aus den Boxen.

Fazit

LEGO Pirates of the Caribbean: Das Videospiel ist ein typisches LEGO-Spiel ohne wirklich nennenswerte Innovation. Das könnte den ein oder anderen Spieler natürlich stören, immerhin ist der LEGO-Ausflug von Käpt’n Jack und Co. mittlerweile das neunte Spiel der LEGO-Reihe von Traveller’s Tales. Trotzdem ist LEGO Pirates of the Caribbean: Das Videospiel kein schlechtes Spiel. Wie auch schon die Vorgänger, bietet der Titel einen enormen Umfang an Levels, Bonus-Abschnitten, Charakteren und freischaltbaren Extras. Dass dabei auch direkt der neuste Film behandelt wird, ist den Entwicklern ebenfalls anzurechnen. Insbesondere da dies bei LEGO Indiana Jones damals eben nicht so umgesetzt wurde. LEGO Pirates of the Caribbean: Das Videospiel schafft es außerdem durch die gut eingebrachten, wenn auch zu leichten Rätsel und die erfrischende Vorlage zu einem der besten Teile der Reihe. Für unser „Güteklasse A“-Siegel reicht es aber trotzdem nicht, da das Gameplay langsam aber sicher der ein oder anderen Neuerung bedarf.

Screenshots

4 Kommentare zu „Im Test: LEGO Pirates of the Caribbean: Das Videospiel (PS3)“

  1. Ich spiel das Spiel zur Zeit auf dem 3DS.
    Mir gefällt es ansich recht gut, die Optik ist hübsch, die original Filmmusik trägt super zur Atmosphäre bei und der typische Lego-Humor bringt einen doch ab und an mal zum Schmunzeln.
    Kritikpunkt für die 3DS-Version wäre meiner Meinung nach jedoch die recht kurze Spieldauer. Die Story (4 Level pro Film) ist nach ca 5-6 Stunden erledigt. Danach gibt’s dann noch ’ne ganze Menge zum Sammeln, sodass sich die Spielzeit auf jedenfall nochmal verdoppeln kann, aber nach ca. 14 Stunden dürfte man wohl defenitiv bei 100% angelangt sein.
    Naja, Spaß macht’s aber allemal! 😉

  2. Die 3DS-Version ist damit kürzer, als die PS3-Version. Dort gibt es pro Film 5 Level.
    Kann nicht genau sagen wie hoch die Spielzeit genau ist, aber für die Story selbst sind es schon mindestens 6 Stunden, eher mehr. Wenn man dann wirklich alles will kommt auch nochmal das ein oder andere drauf. Ich würde auf insgesamt so 15 bis 20 Stunden (je nach Spielweise) tippen (habs jetzt nicht gemessen beim spielen 😉 )

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