Nintendo Post E3 2011: Großes Spieleaufgebot in Frankfurt

Fast schon traditionell, lädt Nintendo die deutsche Fachpresse im Anschluss an die E3 nach Frankfurt am Main ein, um Hand an die Messeneuheiten legen zu können. So auch in diesem Jahr, also haben wir uns auf den Weg gemacht, um die aktuellen Wii-, DS– sowie 3DS-Spiele anzuspielen. Und nein, die WiiU war leider nicht mit von der Partie.

Obwohl die WiiU im Grunde das große Thema seitens Nintendo auf der E3 2011 war, muss sich die europäische Fachpresse als auch das Publikum noch gedulden – weder auf dem Post E3 Event, noch auch auf der kommenden gamescom wird das neue Nintendo-Gerät zu sehen oder gar anzuspielen sein. Das ist fraglos sehr schade. Dennoch kam für uns auf dem Event keine Langeweile auf, im Gegenteil. Viele neue Games, darunter hauptsächlich große Franchises, warteten darauf von uns angespielt zu werden. Lest im Folgenden unsere Eindrücke zu diesen Titeln:

Mario Kart 3D
Super Mario
Luigi’s Mansion 2
Star Fox 64 3D
Metal Gear Solid: Snake Eater 3D
Resident Evil: Revelations
Kirby Wii
Rhythm Paradise
Xenoblade Chronicles
The Legend of Zelda: Skyward Sword
Fortune Street
Kid Icarus: Uprising

Mario Kart 3D (3DS)

Nun, was soll man noch großartig zu einem neuen Mario Kart schreiben? Das Spielprinzip bleibt das gewohnte – mit Mario und Co. in diversen Go-Karts über marioesque Strecken pesen, dabei zahlreiche Items einsetzen und somit seine Gegenspieler zur Weißglut bringen. Dies ändert sich auch in Super Mario Kart 3D nicht. Neu ist hingegen, dass man nun sein Kart aus mehreren Komponenten frei zusammenstellen kann. Ebenfalls neu, wenn auch nicht bahnbrechend, sind die Möglichkeiten unter Wasser fahren, sowie als Paraglider entsprechende Streckenabschnitte in der Luft bewältigen zu können. Dies bringt sprichwörtlich ein wenig frischen Wind in das altbekannte Gameplay. Die Steuerung orientiert sich dabei ebenso wie die Grafik am letzten Ausflug auf Wii. Wieder zurück sind übrigens auch die aus Super Mario Kart (SNES) bekannten Münzen, die über all auf der Strecke herumliegen. Deren genauer Sinn wurde bisher zwar noch nicht enthüllt, damals steigerten sie jedoch zunehmend die Höchstgeschwindigkeit des Karts – gut möglich also, dass sich Nintendo dieses Elements erneut bedient. Der 3D-Effekt war, ganz nüchtern betrachtet, in Ordnung. Er störte nicht, verursachte keine Probleme, geriet bei den schnellen Rennen jedoch auch ebenso schnell in den Hintergrund.

Super Mario (3DS)

Ein neues Mario-Hüpfspiel! Und auch noch in 3D! Die ersten Reaktionen auf das neue, schlicht Super Mario getaufte Abenteuer des Klempners waren verständlicherweise mehr als positiv, verwandelt sich doch alles, was Nintendo mit dem dicken Schnurrbartträger schmückt, automatisch in Gold. Zudem bezeichnete Mario-Vater Shigeru Miyamoto das Spiel als eine Art Nachfolger von Super Mario 64 im Geiste. Und tatsächlich fühlt sich der Titel sehr klassisch an, weit mehr als zuletzt Super Mario Galaxy oder irgend ein anderer 3D-Ableger. Viele Spielelemente wie Super-Pilz, Feuerblume oder Waschbärenanzug entstammen jedoch den früheren Sidescrollern, statt mit Faustschlägen, einer Wasserpumpe oder der Drehattacke, wehrt sich Mario wieder mit den bewährten Kopfsprüngen. Und anders, als es die Bilder suggerieren, spielt sich das Spiel gar nicht mal so dreidimensional. Die Kamera verharrt meist in einer bestimmten Richtung und bewegt sich automatisch, Mario rennt in den rechtwinklig gebauten Levels primär nach links und rechts, bzw. vorne und hinten. Im Grunde fühlt sich das Gameplay also nach New Super Mario Bros an, jedoch um die dritte Dimension erweitert. Über die bekannten Elemente hinaus sorgen vor allem die gelegentlichen Physikspielereien und -rätsel für frischen Wind. Grafisch präsentiert sich die Hüpfaction erfreulich nah an Super Mario Galaxy, vielleicht mit nicht ganz so vielen Lichteffekten, dafür um die höchst ansehnliche dritte Dimension erweitert. So oder so, Super Mario sieht sehr, sehr gut aus. Auch wenn Nintendo mit dem Titel nicht das Genre zu revolutionieren scheint, so steht uns doch zumindest ein gewohnt abwechslungsreiches und sehr kreatives Klempnerabenteuer bevor.

Luigi’s Mansion 2 (3DS)

Seit dem GameCube-Launch-Titel Luigis Mansion im Jahr 2002 hatte Marios Bruder keine Gelegenheit mehr zu zeigen was er ohne das Nintendo Maskottchen drauf hat. Dies ändert sich aber bald mit dem auf der E3 angekündigten Luigi’s Mansion 2 für den Nintendo 3DS, das wir nun erstmals Anspielen konnten. Dabei kam sofort wieder das alte Luigi’s Mansion Flair auf. Die Grafik fällt etwas schicker aus als noch auf dem GameCube und auch der 3D-Effekt ist recht gut eingebunden. Dafür funktioniert die Steuerung (noch) nicht ganz so gut wie im Vorgänger. Dies dürfte insbesondere der Kamerasteuerung via Bewegungssteuerung zu verdanken sein. Allerdings habt ihr nur an einigen Stellen überhaupt die Möglichkeit die Sicht zu verändern, da sonst feste Kameraperspektiven vorgegeben sind. Alles in allem hinterließ Luigi’s Mansion 2 einen guten ersten Eindruck.

Star Fox 64 3D (3DS)

Nintendo, diese Füchse, nehmen mit Star Fox 64 eines der erfolgreichsten Spiele des Nintendo 64, hauen schärfe Texturen und Modelle rein, legen einen 3D-Effekt darauf und verkaufen das Ganze somit noch mal neuaufgewärmt auf dem Nintendo 3DS. Super! Die Optik des Spiels wirkt auf dem Handheld dank der leistungsstärkeren Hardware richtig gut und die Steuerung geht leicht von der Hand. Und irgendwie fühlt man sich beim Spielen sehr heimisch, auch wenn ich das Original schon jahrelang nicht mehr gespielt habe. Ein solches Remake kommt möglicherweise auch zur richtigen Zeit, schließlich sind wir schon lange nicht mehr mit Fox McCloud und seinem Team durch die Lüfte geflogen und Star Fox 64 ist wohl ohnehin eines der besten Spiele der Reihe. Also dann – „Good luck!“

Metal Gear Solid: Snake Eater 3D (3DS)

Es war DER Knaller der letztjährigen 3DS-Enthüllung, mindestens auf einer Stufe mit Resident Evil, vielleicht sogar das Highlight überhaupt: Metal Gear Solid 3: Snake Eater kommt für die brillenlose 3D-Konsole! Und das in einer Grafik, die gleich vom Start weg die Potenz des 3DS eindrucksvoll demonstrierte. Mehr als eine Tech-Demo gab es zunächst aber noch nicht zu sehen, sehnsüchtig erwartet wurden erste spielbare Abschnitte. Heuer kam Konami endlich seiner Pflicht nach und ließ die versammelte Presse einige Passagen vom Anfang des Spiels – kurz vor dem Intro – antesten.
Wer die 2008 abgeschlossene Metal Gear-Quadrologie bisher noch nicht gespielt hat, hat wirklich etwas verpasst! Mit einem zunehmend überkomplexen, aber stets hochspannend und brillant inszenierten Storygerüst rund um das Erbe des atomaren Zeitalters, Geheimbunde und eine neue Weltordnung, hat sich Agent Solid Snake unlängst einen Platz im Spieleolymp erkämpft. Teil drei sticht spielerisch heraus, denn er spielt nicht in der Moderne, sondern im Kalten Krieg, Nahrungsaufnahme und Überleben im Dschungel spielen eine Rolle. Doch schon bald entfaltet auch der Ausflug in die liebevoll rekonstruierten 60er eine unwiderstehliche Atmosphäre und fügt sich nahtlos und logisch in die Gesamthandlung ein. Das Spiel ist also zweifellos super, was kann da schon schiefgehen? Bisher tatsächlich noch einiges! Denn obwohl die Grafik im Vergleich zur sechs Jahre alten PS2-Version sogar minimal reduziert wurde, hat das Spiel auf den Testgeräten teils deutlich geruckelt. Zudem adaptiert Konami den fehlenden, zweiten Analogstick auf die vier rechten Buttons des 3DS. Sprich, mit A, B, X und Y steuert ihr lediglich die Kamera, für weitere Aktionen bleiben nur die Schultertasten, das Steuerkreuz und der Touchscreen übrig. Ob es alternative Steuerungsoptionen gibt, ist noch nicht bekannt, doch in dieser Form spielt sich der Titel einfach nicht rund, zumal auch das Zielen über die Buttons und nicht über das wesentlich präzisere Slidepad erfolgt. Eine automatische Kamera, die selbstständig Blickwinkel wählt und vielleicht auf Knopfdruck hinter Snake zentriert werden kann, wäre uns wesentlich lieber – würde aber natürlich auch zusätzlichen Programmieraufwand für Konami bedeuten.
Da es aber abgesehen von der Performance und der Steuerung nichts weiter zu kritisieren gibt, wäre es einfach nur hundsschade, wenn Konami höchstselbst am Image dieses großen Spiels durch eine unkluge Portierung kratzen würde.

Resident Evil: Revelations (3DS)

Neben diversen 3DS-Spielen von Nintendo selbst hatten wir auch die Möglichkeit das zweite Resident Evil für den 3D-Handheld an zu spielen. In der Rolle von Jill Valentine erkundeten wir ein altes Haus, das Erinnerungen an den ersten Teil der Reihe aufkommen ließ. Bereits auf den ersten Blick fiel uns dabei die wirklich gute Grafik von Resident Evil: Revelations auf. Charaktermodelle und Umgebung sehen klasse aus und gleichzeitig fielen uns während unserer Spielsession keine Ruckler auf. Der 3D-Effekt hingegen wirkte etwas schwach, erst als wir den Regler in den oberen Bereich schoben änderte sich dies. Trotzdem wirkte der Effekt recht gut in das Spiel eingebunden. Einen wirklichen Mehrwert beim Spielen konnten wir aber nicht ausmachen. Der möglicherweise größte Nachteil des Horror-Titels könnte in der Steuerung liegen. Dieses funktioniert zwar allgemein gut, doch in den Kämpfen zeigen sich noch ein paar Mängel. So ist es, wie von der Reihe gewohnt, nicht möglich gleichzeitig zu schießen beziehungsweise zielen und zu laufen. Außerdem zoomt die Kamera beim Zielen in eine Art Ego-Ansicht. Das ist auf dem kleinen Bildschirm des 3DS zwar sicher eine sinnvolle Funktion, doch steuert sich die Waffe etwas zu Träge und die Räume sind meist so klein, dass es durchaus schwer fallen kann beim Perspektivenwechsel die Übersicht schnell genug zu wahren, bevor ein Gegner angreift. Dadurch kann es mitunter zu einigen hektischen, wenn nicht sogar chaotischen Momenten kommen. Allerdings können wir noch nicht sagen, ob sich dies im Spiel nicht noch anders entwickelt oder ob nur ein wenig Übung notwendig ist. Das muss erst eine ausführlichere Runde zeigen. Ein Hit-Kandidat bleibt Resident Evil: Revelations aber trotz der genannten Kritikpunkte.

Kirby Wii (Wii)

Juhu, Kirby, unser allerliebster Windbeutel, ist endlich wieder da! Na gut, so lange ist sein letztes Wii-Abenteuer nun auch noch nicht her – im Gegenteil. Aber irgendwie fehlte bei diesem ja auch etwas. Genau! Gegner einsaugen und sich deren Fähigkeiten zu Nutze machen zu können – und das ist in Kirby Wii endlich wieder möglich. Dabei kommt das Spiel recht bunt daher und die Levels sind im 2.5D-Jump’n’Run-Stil gehalten. Also eine gute Mischung aus Retro und Moderne. Beim Spielen kam bei uns ein leichtes NES-Feeling auf, erinnert das Gameplay einfach stark an alte Zeiten. Aber, das ist Wii-typisch, gibt es trotz der Steuerung mittels quergehaltener Wii Remote wieder einige Schütteleinlagen. Die hätte man sich sparen können. Dafür darf kooperativ gespielt werden, insgesamt mit bis zu vier Spielern. Dabei legt allerdings der erste Spieler (also Kirby) immer die Marschroute fest, kann als alleiniger Charakter Türen öffnen und hat eine „richtige“ Lebensanzeige im Gegensatz zu seinen Mitspielern. Das ist aber nicht weiter tragisch, Spielspaß kam bei uns nämlich jede Menge auf und das ist letztlich ausschlaggebend.

Rhythm Paradise (Wii)

Bereits auf dem Nintendo DS konnte Rhythm Paradise durch sein eigenartiges Gameplay begeistern. In diversen Spielchen gilt es vor allem zu beweisen, wie viel Rhythmus im Blut steckt. Dieses Spielprinzip wurde nun vom Handheld auf die Wii verlagert und mit wahlweise Knopfdrücken oder Bewegung gilt es im richtigen Rhythmus eine Aktion auf dem Bildschirm auszuführen. Beispielsweise müssen kleine heranrauschende Erbsen mit einer Gabel aufgepickt werden. Im Hintergrund läuft dabei eine Melodie mit einem bestimmten Beat, welcher ausschlaggebend für die auszuführende Aktion ist. Dabei wechselt aber im Verlauf eines Spiels dieses Rhythmus-Schema gerne, sodass es teilweise wirklich schwierig wird, immer dem rechten Beat zu folgen. Einzig die Steuerungsmöglichkeiten waren in der Demo zu simpel, denn ein Druck auf den A-Knopf reichte in den drei anspielbaren Modi aus, wohingegen auf dem DS mit dem Stylus deutlich mehr zu tun war. Insgesamt gilt jedoch festzuhalten – wer bereits auf dem DS seinen Spaß mit den kleinen Rhythmus-Spielchen hatte, wird den auf Wii vermutlich ebenfalls haben.

Xenoblade Chronicles (Wii)

Das JRPG Xenoblade Chronicles war auf dem Event eines der großen Highlights. So groß, dass wir dem Titel doch glatt ein eigenes Special widmen, welches ihr hier lesen könnt.

The Legend of Zelda: Skyward Sword (Wii)

Ein weites Land, ein mutiger Held in grüner Kleidung, eine stets zu rettende Prinzessin und ein Oberschurke, der sich wahlweise der Zeit, der Meere oder einfach mal unterschiedlicher Dimensionen bedient, um die Welt zu unterjochen. Das ist The Legend of Zelda. Beliebt, bewundert, bekannt. Doch so hoch die Qualität der Serienableger auch stets war, seit dem Quantensprung Ocarina of Time basierte im Grunde jeder weitere Teil auf dem selben Spielprinzip und Gameplay. Und wir können schon jetzt mit Sicherheit sagen: In Skyward Sword wird sich einiges ändern!

Als alter Zelda-Veteran ist man es eigentlich gewohnt, sofort mit der Steuerung in Harmonie und Einklang zu schweben und barrierefrei das Spiel genießen zu können. Doch tatsächlich hatten wir noch nie so große Startschwierigkeiten bei einem Zelda-Titel wie bei Skyward Sword. Zweifellos, das ist eine Frage der Gewohnheit, doch Nintendo stilisiert sein Steuerungskonzept in derartige Höhen, dass ein jeder Standardgegner für den ungeübten Spieler zum Miniboss werden kann. Einfach draufhauen hat in unserer E3-Demo praktisch nie zum Erfolg geführt. Zu Beginn der Anspielphase konnten wir einen Bosskampf bestreiten, wobei unser Gegner aufgrund seines ausgeprägten Redebedarfs verdächtig nach Hauptantagonist aussah. Ganz nebenbei erinnerte er in Mimik und Bewegung frappierend an die Figur des Vamp, aus Metal Gear Solid. Und exemplarisch für das gesamte Spiel, war auch ihm nur mit äußerst bedachten Bewegungen beizukommen. Geblockt wird via Nunchuk-Schwung, das Schwert folgt präzise den Bewegungen der Wiimote. Für die bekannte Sprungattacke muss nun neben A auch noch der Controller geschwungen werden. Besondere Spezialbewegungen, die oft benötigt werden, um einen bestimmten Verteidigungszustand des Gegners zu brechen, werden durch kombinierte Bewegungen von Remote und Nunchuk ausgeführt. Und tatsächlich erweist sich all das im ersten Augenblick als komplizierter, als es sich liest. Natürlich könnte das aber auch an der penetranten Nintendo-Hostesse gelegen haben, die es sich leider nicht nehmen ließ, die meiste Zeit über zuzuschauen und unser aktuelles Spiel zu kommentieren. Bei der anschließenden Erkundung eines Dungeons, war es daher nicht möglich, einfach mal in Ruhe die Umgebung, sowie die Steuerung kennenzulernen, da besagte Dame sich fortwährend dazu verpflichtet fühlte, uns auf das weitere Vorgehen hinzuweisen. Auch ein dezentes „Ich will mich einfach nur mit dem Spiel vertraut machen“ änderte nichts an ihrer grundlegenden Attitüde, weiter mit gut gemeinten Ratschlägen der Marke „Ich verrat jetzt mal nicht wie’s weitergeht, aber vielleicht sollten Sie hier einfach mal nach oben schauen…“ auf uns einzudreschen. Sicher, das Spiel kann dafür nichts, doch wenn Nintendo seine Hostessen darauf trainiert, die Tester derart penetrant aus ihrem Spielerlebnis herauszureißen, dürfen sie sich über Kritik nicht wundern.

Im Endeffekt hat uns jedoch selbst die Dame im weißen T-Shirt nicht davon abhalten können, langsam mit der Steuerung warm zu werden. Klar ist, Skyward Sword wird in den Kämpfen anspruchsvoller und taktischer als jeder Vorgänger. An einigen Stellen wirkt die Steuerung jedoch unnötig aufgesetzt. Den fliegenden Käfer – bereits aus vielen Videos bekannt – steuert man nicht per Joystick oder Pointer, sondern durch seitliches Neigen der Wiimote. Das wirkt in diesem speziellen Fall wenig intuitiv und unpräzise. Optisch ist es zudem noch immer sehr schwer, eine einheitliche Gesamtaussage über den Look des Spiels zu treffen. Er ist einfach Geschmackssache. Twilight Princess wirkt im direkten Vergleich sogar detaillierter, Wind Waker hat den Comiclook konsequenter umgesetzt – Skyward Sword schwebt irgendwo dazwischen. Ganz abgesehen davon, dass Link eine unnormal feminine Lippenzeichnung besitzt.

Auch wenn uns viele Leser jetzt vielleicht ein Expressticket ins Fegefeuer wünschen – Skyward Sword hinterlässt noch viele Fragen und überzeugt nicht restlos. Nichtsdestotrotz ist es natürlich ein Pflichttitel und Nintendo verdient einfach einen Vertrauensbonus. Doch mehr denn je wird sich dieses Zelda noch beweisen müssen.

Fortune Street (Wii)

Fortune Street ist ein Titel der trotz seiner Präsenz auf der E3 bisher komplett an uns vorbeigegangen ist. Es handelt sich dabei im Grunde um ein Wirtschaftsbrettspiel in dem typische Nintendo-Charaktere wie Mario und Toad aber auch SquareEnix-Figuren wie der Slime aus Dragon Quest als Spielfiguren dienen. Klassisch wird am Anfang einer Runde gewürfelt und anschließend der jeweilige Charakter entsprechend viele Felder gerückt. Das Besondere an Fortune Street ist aber der oben erwähnte wirtschaftliche Aspekt. So könnt ihr Aktien für die einzelnen Distrikte des Spielbretts kaufen und verkaufen, müsst darauf achten wie viel Geld ihr noch habt und könnt auch Geschäfte auf dem Spielfeld erwerben. Landet ein anderer Spieler auf einem eurer Läden, muss dieser euch einen bestimmten Betrag zahlen. Die Läden können offenbar aber auch zu unterschiedlichen Teilen mehreren Spielern gehören. Außerdem gibt es Aktionsfelder auf denen bestimmte Ereignisse ausgelöst werden. Eine wirkliche Einschätzung von Fortune Street ist nach unserer kurzen Spielsession nur schwer möglich. Potenzial birgt der Titel auf jeden Fall, allerdings stellt sich die Frage ob das Konzept auf Dauer motivieren kann. Gerade Solospieler sollten hier nicht allzu viel erwarten. Der Name Fortune Street ist übrigens noch nicht final, allerdings auch kein richtiger Arbeitstitel mehr.

Kid Icarus: Uprising (3DS)

Kid Icarus: Uprising konnten wir uns bisher nur als automatisch ablaufendes Video im letzten Jahr ansehen. Nun hatten wir erstmals Gelegenheit den Titel auch selbst an zu spielen und stellten schnell fest, dass sowohl Steuerung, als auch Gameplay nicht jeden Fan zufrieden stellen dürften. Waren die bisherigen Spiele für NES und Game Boy rund um den Protagonisten Pit eher 2D-Action-Jump & Runs, handelt es sich bei der Rückkehr des Franchises auf dem Nintendo 3DS eher um einen Shoot’em Up-Titel. Dabei wird Pit selbst mit dem Analogstick gesteuert, während das auf dem oberen Screen zu sehende Fadenkreuz mit Hilfe des Stylus auf dem Touchscreen bewegt wird. Geschossen wird schließlich mit dem L-Button. Dadurch ist es erforderlich den 3DS nur mit der linken Hand zu halten, was unter Umständen auf Dauer etwas ungemütlich werden könnte. Genau beurteilen können wir das noch nicht, da die zur Verfügung stehenden Handhelds mit einem recht schweren Aufsatz versehen waren, der sie mit den Tischen verband. Dafür ist uns aufgefallen das sich die Kamera in den Laufabschnitten recht träge steuert, da hierfür das Fadenkreuz an den jeweiligen Rand bewegt werden muss. Außerdem läuft die ganze Zeit ein Timer, wobei für jeden abgeschossenen Gegner neue Zeit hinzugerechnet wird. Die größten Probleme machte die Steuerung allerdings im Kampf gegen einen Bossgegner, da wir seinen Attacken durch die träge Kamera, die ungewohnte Steuerung und Problemen mit dem Ausweichen kaum entgehen konnten. Grafisch konnte Kid Icarus: Uprising aber deutlich machen, was der 3DS drauf hat. Gerade die Effekte und die 3D-Einbindung wirkten bei unserer kurzen Spielsession wirklich gut.

Am Ende war es auch ohne WiiU eine gelungene Veranstaltung mit recht vielversprechenden Titeln, wobei insbesondere Xenoblade Chronicles hervorstach – da konnte selbst die neue Zelda-Demo nicht mithalten.

Weitere Impressionen aus Frankfurt seht ihr in unserer aktuellen Videoausgabe.

5 Kommentare zu „Nintendo Post E3 2011: Großes Spieleaufgebot in Frankfurt“

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