Im Test: White Knight Chronicles: Origins (PSP)

Typisch für die PSP ist die Veröffentlichung zahlreicher Ableger bekannter Spielereihen. So verhält es sich auch bei White Knight Chronicles: Origins, das zeitgleich mit dem zweiten Teil für die PS3 erschienen ist. Dabei erzählt das PSP-Rollenspiel die Vorgeschichte seiner beiden großen Brüder. Verantwortlich für den Titel ist allerdings nicht das bekannte Entwicklerstudio Level 5, sondern Matrix Corp.

Die Story von White Knight Chronicles: Origins setzt 10.000 Jahre vor den beiden PS3-Teilen ein und erzählt die Geschichte der sogenannten Dogma-Kriege. In dieser Zeit führte das yshrenische Reich einen Eroberungsfeldzug durch, um die Kontrolle über die gesamte Welt zu erlangen. Nur noch das Magier-Königreich von Athwan konnte sich gegen den Übermächtigen Feind behaupten, hatte diesem aber nur wenig entgegen zu setzten. Dies lag an den riesigen Kampfmaschinen, den sogenannten Knights, die, die Ysherianer in den Kampf führten. Der Spieler schlüpft in die Rolle eines Überlebenden der Schlacht von Xarmgand, in der auch der namens gebende White Knight kämpfte und die Stadt verwüstete. Den Kämpfen entkommen schließt sich der von euch selbst erstellte und benannte, aber stumme, Held dem Mobilteam – einer Art Söldnergruppe – an und erfüllt gemeinsam mit ihnen Aufträge.

Damit steht auch gleich das Prinzip des PSP-Rollenspiels fest. Beim Anführer des Mobilteams sucht ihr euch aus einer Liste Quests aus, die ihr anschließend erfüllen müsst. Allerdings könnt ihr nicht frei in einer offenen Welt umherlaufen, sondern werdet nachdem ihr den jeweiligen Auftrag angenommen habt automatisch zum Einsatzort gefahren. Dort kämpft ihr euch von Abschnitt zu Abschnitt und erfüllt die jeweilige Questbedingung. Diese kann zwar unterschiedlich ausfallen, bewegt sich aber insgesamt eher in typischen Bahnen. So müsst ihr unter anderem eine bestimmte Anzahl Gegner beseitigen oder Gegenstände finden. Viele Möglichkeit habt ihr dabei nicht, da die einzelnen Abschnitte sehr klein ausfallen und meist schlauchartig aneinandergereiht sind. Nur gelegentlich gibt es Einsatzorte oder Dungeons in denen ihr in einem Abschnitt mehrere Wege wählen könnt. Allerdings bleibt auch hierbei alles überschaubar, da ihr oft sowieso jeden Raum durchsuchen müsst. Insgesamt fallen die Quests damit wenig motivierend aus und können auch durch die Kämpfe nicht aufgewertet werden.

Das Kampfsystem von White Knight Chronicles: Origins findet in Echtzeit statt. Eure jeweilige Aktion wählt ihr aus einer Liste am unteren Bildschirmrand, woraufhin euer Charakter diese ausführt. Zusätzlich gilt es aber auch aktiv zu blocken. Dies ist aber meist nur in Bosskämpfen nötig. Trotz einiger guter Ansätze bleiben die Kämpfe aber eher unspektakulär und teilweise sogar langweilig. Oft genügt es, wenn ihr einfach nur auf die X-Taste drückt und hin und wieder darauf achtet, dass euer Charakter auch wirklich einen Gegner anvisiert, den er angreifen kann.

Im Gegensatz zum spielerischen Aspekt, kann White Knights Chronicles: Origins zumindest in technischer Hinsicht ein wenig überzeugen. Die Grafik ist eigentlich recht ansehnlich, leidet aber durch manche schwache Texturen und fehlende Abwechslung. Dazu kommen triste und Detailarme Dungeons und Einsatzorte. Die Musik hingegen fällt zwar standardmäßig, aber durchaus gut aus und fällt im Vergleich zum restlichen Spiel positiv auf. Ein weiteres großes Manko des PSP-Rollenspiels sind die häufigen Ladezeiten. Immer wieder müssen die Daten nachgeladen werden. Egal ob ihr im Zug des Mobilteams den Waggon wechselt oder in einem Dungeon von einem Abschnitt in den anderen geht. Durch eine optionale Installation lassen sich diese zwar deutlich verkürzen, störend bleiben sie aber trotzdem.

Fazit

White Knight Chronicles: Origins ist sicher kein Top-Rollenspiel auf der PSP, sondern bewegt sich eher im Mittelfeld. Sei es nun das Spielprinzip, die meist eher langweiligen Quests, die unspektakulären Kämpfe oder die tristen Levels, in kaum einem Punkt kann White Knight Chronicles: Origins wirklich überzeugen. Einzig der Multiplayer-Part des Spiels kann mit den richtigen Mitspielern die Motivation etwas anheben. Eine wirkliche Kaufempfehlung können wir aber nicht aussprechen, da die PSP deutlich bessere Rollenspiele zu bieten hat.

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