Die Frage der Woche (16/12): Was haltet ihr von kostenpflichtigem Downloadcontent?


In unserer letzten Frage der Woche wollten wir von euch wissen, wie viele Titel ihr euch für euren 3DS bereits gekauft habt. Die Auswertung lest ihr zusammen mit der neuen Frage nun an dieser Stelle.

Wir haben euch in der letzten Woche anlässlich des einjährigen Geburtstags von Nintendos 3DS in Europa danach gefragt, wie viele Spiele ihr euch dem Handheld bisher gekauft habt. Fast die Hälfte von euch, nämlich 48%, sind dabei mit 1 -3 Titeln bisher zufrieden. Immerhin 4 – 7 Spiele besitzen stolze 30% von euch. 8 – 12 Spiele haben dagegen nur schlappe 10% bisher gekauft. Und noch mehr Spiele, nämlich mehr als 12 Stück, haben bisher gerade einmal 12% von euch gekauft. Daran merkt man, dass zum einen die Auswahl an Titeln für den 3DS noch nicht riesig ist, auf der anderen Seite sind dabei aber sicherlich auch Titel wie Mario Kart 7 Schuld, die lange Zeit für Unterhaltung sorgen.

Kommen wir nun aber zu unserer aktuellen Frage der Woche und bleiben wir damit in gewisser Weise beim 3DS. Denn Nintendo hat kürzlich bestätigt, dass auch für ihren aktuellen Handheld zumindest in Japan kostenpflichtige Inhalte verfügbar sein werden. Auf den aktuellen Heimkonsolen PS3, Xbox 360 und sogar der Wii ist dies bereits an der Tagesordnung. Doch was haltet ihr eigentlich davon? Findet ihr es gut, dass Spiele im Nachhinein noch mit weiteren Missionen, Charakteren, etc. erweitert werden und damit der Langzeitspielspaß erhalten bleibt? Oder haltet ihr DLCs für eine reine Abzocke? Verratet es uns!

12 Kommentare zu „Die Frage der Woche (16/12): Was haltet ihr von kostenpflichtigem Downloadcontent?“

  1. abzocke!

    einige entwickler machen es geschickter als andere aber es kommt immer aufs gleich raus.

    solange das speichermedium (dvd, bluray, speicherkarte) nich voll is, gibt es keinen grund für kostenpflichtigen DLC

    DLC für umsonst finde ich allerdings sehr geil

  2. Seid ich das WiiWare Spiel „Final Fantasy Chrystal Chronicles: My life as a king“ gespielt habe, stehe ich DLC mit sehr gemischten Gefühlen und eher ablehnend gegenüber.
    Das Spiel ist an sich gut aber kostet auch 12€. Doch für die DLCs hätte man locker noch 30€ bezahlen können. Allerdings hätte man damit neue Dungeons, Rassen und Gebäudetypen und Kleidungen bekommen und hätte dann wahrscheinlich auch das Gefühl habt ein vollwertiges Spiel zu spielen und nicht so ein halbes für 12€. Das war schon ziemlich frech.

  3. Keine der Auswahlmöglichkeiten trifft so ganz meine Meinung. Mir kommt es nicht so sehr auf den DLC selbst, sondern auf die Art des DLC an.

    Das Konzept des DLC ist eine tolle Sache, aber die Handhabung die wir bis jetzt ertragen mussten ist in vielen Fällen sehr Fragwürdig.

    Ein Beispiel für gut gehandhabtes DLC ist Fallout 3. Bis die Zusätze Stück für Stück released wurden, war das Spiel schon eine Weile auf dem Markt. Das timing war top, kaum hatte man das Spiel ein paar Tage/Wochen durch, konnte man sich wieder mit neuen Missionen ins Ödland (bzw. Weltall) stürzen. Hier handelte es sich allem Anschein nach tatsächlich um content, an dem erst nach Fertigstellung des Spiels gearbeitet wurde, und genau das soll DLC sein. Alles was fertig war bevor die Discs gepresst wurden, gehört auch auf eben jene.

    Damit meine ich nicht mal dass day 1 DLC von vornherein Abzocke ist, zwischen Fertigstellung des Spiels und dem release können teils ein paar Monate vergehen, und in der Zeit können ein paar Ideen umgesetzt werden die es vorher nicht in Spiel gefunden haben… aber wir können nie genau wissen ob wirklich das der Fall war, oder ob der Publisher uns nur noch ein paar Euro extra aus der Tasche ziehen will.

    Das gilt aber alles nur für zusätzlichen Spieleumfang, denn DLC wie neue Waffen oder Kleidung sind völliger Schwachsinn. Ich weiß natürlich warum es gemacht wird, und zum Teil verstehe ich es auch, aber das micropayment System ist mir nicht ganz geheuer. Wenn das so weitergeht, werden nicht nur Kleinigkeiten verkauft, sondern wir müssen uns bald unsere Spiele in kleinen Schnipseln kaufen. Ein Level hier, ein Bündel Nebenmissionen da… Jason Rubin würde sich vor Freude das Höschen ruinieren.

    Und jetzt kommen wir zur bereits bestehenden Schattenseite der DLC’s. Content der sich bereits zum release auf der Disc befindet. Diese Praktik ist pure Abzocke, und von Spielen mit solchem DLC sollte man, zumindest die ersten paar Monate, die Finger lassen, um dem Publisher zu zeigen was man davon hält. Natürlich zieht kaum jemand so einen Boykott durch, und wir dürfen uns weiterhin damit herumschlagen.

    tl;dr
    DLC der eine Weile nach dem release erscheint und sich nicht auf der Disc befindet = Super.

    Day 1 DLC = Kommt auf den Publisher an.

    Micropayment = Bullshit.

    DLC der sich bereits auf der Disc befindet = Im besten fall Boykottieren, gebraucht kaufen, oder wenigstens mit dem Kauf warten.

  4. Ich würde ja liebend gern nur DLC unterstützen, der auch wirklich erst im Nachhinein erstellt wurde. Aber woher soll man das wissen?
    Die wahren Beweggründe der Entwickler oder Publisher kennt nunmal niemand (wobei man in den allermeisten Fällen von der Extrakohle ausgehen kann).

    Generell gefällt mir DLC, wenn es denn auch etwas wirklich nützliches oder Spielspaß bereitendes ist. Dinge, die wir früher Add-Ons genannt haben.
    Wenn ich mir jetzt aber Portal 2 anschaue, mit u.a. kaufbaren Zusatzanimationen oder bei Batman Arkham City die Robin und Nightwing DLCs, welche nur für den ollen Prügelmodus gelten…

    Nintendo hat zwar bei Animal Crossing nur ein paar Briefe, Hüte und Möbelsets versendet, aber die waren immerhin kostenlos. Genau wie das bei Fire Emblem: Awakening für einen gewissen Zeitraum der Fall sein wird.
    Gerade SpotPass liefert einem für so manches Spiel täglich neue, kostenfreie Kleinigkeiten, wie die Waffen für Kid Icarus: Uprising, oder dereinst die Kostüme in Dead or Alive: Dimensions.

    Day 1 DLC, da habe ich jetzt im Grunde genommen nicht so viel gegen. Es kommt eben drauf an, ob mich der Spaß was kosten soll, und ob es auch nur am ersten Tag geltend gemacht werden kann.
    Ich meine, wie oft kommt es vor, dass einem die Post das Paket doch erst einen Tag später zustellt? Dann ist selbst der Vorbesteller gearscht, obwohl er ja die Zielgruppe dieses Downloads ist (war). Das sollte eigentlich eine Belohnung für Fans sein (die, die es sich leisten können versteht sich).

    On-Disc DLC gehört mMn verboten. Extra Geld für längst auf der Disc vorhandenen Inhalt ausgeben? Da hack ich lieber meine Konsole.

  5. kann mich hier einigen anschließen.

    Generell ist die Idee der DLC’s super. So hat ein Entwickler die -Möglichkeit-, Zusatzinhalte anzubieten und auch eventuell mal Experimente zu starten, ohne dass dafür ein Flop mit Unmengen an Vertriebskosten entsteht.

    Die Idee von Ubisoft mit uPlay finde ich super. So kann man auch alleine durch „anstrengen“ Zusatzinhalt freischalten, und nicht nur mit Geld – Super Idee.

    Kostenloser DLC ist immer genial – selbst wenn es nur alternative Kostüme sind, die ich bekomme, weil ich halt eben „online“ bin – freu ich mich doch immer darüber.

    Wie erwähnt, wurde das bei Fallout 3 super gelöst. So hatte man immer wieder ein Häppchen, sodass einem bis zum nächsten Spiel der Reihe immer etwas zu erledigen war.

    Ab dem Punkt, wo man sich Verbesserungen, die einem im Multiplayer Vorteile gegenüber Mitspielern kaufen kann, hörts bei mir auf. Das ist m.M.n. unfair – so kann sich ja jeder reiche Schnösel gradma hochpimpen – unfair gerade Gelegenheitsspielern gegenüber.

    DLC auf der Disk ist auch bescheuert. Ich kaufe mir doch keinen Datenträger zu hohem Preis, nur um dessen einzelne Inhalte nochmal gegen Bezahlung freizuschalten.

    Fazit: Generell finde ich die Idee super, einige wenige nutzen sie auch Perfekt, andere betreiben mit ihr Abzocke.

    Doch auch schon wenig kostenloses kann glücklich machen! 🙂

  6. Puh, fand es wirklich schwer hier eine Antwort zu finden, die ich zu 100% teile.
    Für mich sind DLCs ganz klar ein zweischneidiges Schwert.
    Zum einen ist es natürlich super, dass zu einem Spiel nachträglich weitere Ideen, Missionen und ähnliches eingebracht werden. Grade wenn mir ein Spiel unglaublich gut gefällt ist es natürlich prima, dass mir die Entwickler das Spiel auch weiterhin schmackhaft machen. Ein paar von euch haben ja schon Fallout 3 als positives Beispiel genannt.
    Ich persönlich würde hier auch ganz gern Red Dead Redemption: Undead Nightmare nennen. Eigentlich schon ein eigenes Add-on, welches es auch als Retail Version in die Läden geschafft hat. Hier wurde das an sich schon grandiose Spiel nochmal in eine komplett anderen Handlung geworfen, hat zwei Genres interessant gemixt und hat einfach Spaß gemacht.
    Des weiteren würde ich mich auch beispielsweise über einen DLC von Mario Kart freuen. Neue Streckenpacks, Fahrer, Fahrzeugteile usw. würden das Spiel die ganze Generation des 3DS über attraktiv und interessant machen. Auch grad deshalb, weil man wohl davon ausgehen kann, dass Nintendo nur jeweils 1 Mario Kart Ableger pro Konsole/Handheld veröffentlicht. Allerdings könnte es hier dann natürlich auch zu Problemen im Online-Modus kommen. Aber 1. hat man online eh schon genug Probleme („Datenübertragungsfehler“) und 2. müssen damit auch andere Spiele mit Multi-DLC klarkommen.

    Was mich allerdings bei dem ganzen DLC-Boom stört, ist, dass es einem natürlich so vorkommt, als hätten die Entwickler schon ganz bewusst diverse Ideen zum Launch zurückgehalten, um sie zu einem späteren Zeitpunkt kostenpflichtig anzubieten (recht aktuell z.B. Mass Effect 3).
    Über etwas ganz ähnliches hab ich mich erst vor ein paar Wochen ziemlich geärgert. Kaum wurde das erste Videomaterial zu Assassins Creed 3 gezeigt, wurden sogleich (ich glaub) 4 verschiedene varianten des Spiels angekündigt. Ich hab nun wirklich nichts gegen Collector-Editions die irgendeinen materiellen Stuff mitsich bringen (z.B. Figuren, Buch…), aber sobald auch hier mit exklusiven Waffen, Outfits usw. geworben wird, kann ich nur noch entnervt abwinken.
    Ein anderes Phänomen, was der DLC mit sich bringt, ist natürlich die „Game of the Year Edition“, also die Version des Spiels, die zirka ein dreiviertel- bis einem ganzen Jahr später erscheint und alle DLCs enthält. Erst vor einigen Tagen wurden, meine ich, die „komplette“ Version von Batman: Arkham City und Uncharted 3 angekündigt. Da überlegt sich manch einer doch zweimal, ob man das Spiel als Vollpreistitel zum Launch holt, im ersten Jahr noch einige Moneten für DLCs ausgibt, oder ob man nicht lieber 1 Jahr wartet, um sich dann den vollständigen Inhalt auf einer Disc zu gönnen.
    Ob das nun wirklich so wünschenswert ist?

  7. Ist der Mass Effect 3 DLC nicht kostenlos?

    @GOTY
    Ich denke dass die meisten Leute die zum Launch kaufen nicht über DLC nachdenken. GOTY-Games sind in der Regel heiß erwartete Games, und abgesehen von Bethesda und Rockstar Games ist DLC bei den meisten Spielen ohnehin nicht so aufregend. Bei UC3 und Batman interessiert mich persönlich der DLC zum Beispiel nüsse …

    ————-

    Grundsätzlich kann man davon ausgehen dass DLC zur modernen Preispolitik dazugehört. Natürlich is das von Anfang an geplant, kalkuliert und budgetiert. Solang ich mit dem Umfang des Hauptspiels zufrieden bin, hab ich da auch nix dagegen. DLC holt man sich ja ohnehin nur, wenn das Spiel gefällt – und dann unterstütze ich Publisher und Entwickler gerne.

    Dass der DLC oft schon auf der Disc enthalten ist, mag sauer aufstoßen, ist aber eine Spaßmaßnahme – da man zB im PSN als Anbieter pro MB Download an Sony cashen darf.

  8. Ich finde DLC prinzipiell erstmal super. Ob der Content schon auf der Disc war (wie es z.B. bei den Wettbewerben bei Mario Kart Wii der Fall zu sein schien) oder nicht, ist mir im Prinzip egal, da ich die Beweggründe nicht kenne.
    Natürlich gibt es zahlreiche Varianten, wie man DLC in ein Spiel einbinden kann. Manche haben sich bewährt, manche nicht. Es kommt aber immer auch auf das Spiel selbst an, eine verallgemeinernde Grundregel lässt sich kaum aufstellen.
    Gerade in Apples App Store hat sich DLC bewährt. Jeder kennt die Regeln (70% gehen an den Entwickler, 30% an Apple) und basta. Wenn Entwickler aber tyrannisiert werden (hat Tim Schafer nicht ausgeplaudert, man müsse als Entwickler pro Update 40000$ an Sony bzw. MS blechen?), muss man sich als Käufer nicht wundern, wenn DLC auf komplizierte, unverständliche Art und Weise eingebunden wird – falls überhaupt. Sowas hat also häufig auch tiefgehende Gründe.

  9. Also im PSN waren es mal 16 Cent pro Gigabyte die man als Publisher an Sony zahlen muss. Da der Content im letzten Jahr rapide zurückgegangen ist (vor allem bei Trailern, gratis Wallpapers usw.)würds mich nicht wundern wenns mittlerweile mehr is.

    Hier nachzulesen: http://www.joystiq.com/2009/03/20/psn-download-charges-proving-unpopular-among-publishers/

    @Double Fine
    Das ist genau der Grund warum kleine Indie-Entwickler einen großen Bogen um XBOX und PS3 machen. Das is quasi nur der Spielplatz der Großen, die dann auch noch von Sony und MS fette Rabatte nachgeschmissen bekommen. Die sind die Stiefkinder der aktuellen Konsolengeneration.

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