Im Test: PokéPark 2: Die Dimension der Wünsche (Wii)


Mit PokéPark: Pikachus großes Abenteuer brachte Nintendo 2010 auf der Wii erstmals ein neues Franchise rund um die beliebten Knuddelmonster auf ihre aktuelle Heimkonsole und erweckte dabei die Welt von Pikachu & Co zum Leben. Schneller als erwartet finden wir nun einen Nachfolger dazu in den Regalen. Ob man für das Sequel mit dem Namen PokéPark 2: Die Dimension der Wünsche dabei die Fehler des Vorgängers ausgemerzt hat, haben wir in unserem Test für euch herausgefunden…

Die Pokémon-Hauptteile auf den Handhelds sorgen auch nach Jahren noch immer für etliche Millionen verkaufte Einheiten, sobald ein neuer Teil erscheint. Auf den Heimkonsolen konnte Nintendo bisher mit einigen Spinoffs nie diesen riesigen Erfolg wiederholen. Zumindest im Falle von PokéPark: Pikachus großes Abenteuer dürften die Verkaufszahlen aber recht zufrieden stellend gewesen sein, sonst würde Nintendo dem Titel keinen direkten Nachfolger spendieren. Rein vom Prinzip her hat sich dabei im Vergleich zum Erstling nicht wirklich viel geändert. Noch immer helft ihr in der Rolle von Pikachu euren Freunden und erfüllt in der großen Welt der Pokémons etliche Aufgaben. Diesmal ist es so, dass eure Freunde in einer seltsame Dimension entführt wurden und mit Kuchen hypnotisiert werden. Um diesen Bann zu brechen, macht ihr euch die Fähigkeiten der anderen Monster zu Nutze. Damit dies möglich ist, heißt es Freundschaft mit den anderen Pokémon zu schließen. Diese Botschaft enthielten schon die bisherigen Teile der Serie und auch in PokéPark 2: Die Dimension der Wünsche steht die Freundschaft und der Zusammenhalt untereinander im Vordergrund. Erwachsene Spieler werden also von der recht flachen Story schnell gelangweilt sein. Die jüngere Zielgruppe kann sich damit aber durchaus anfreunden und begeistern lassen.

Rein vom Gameplay her setzten die Entwickler dabei ebenfalls auf eine bereits bewährte Spielmechanik. Mit quer gehaltener Wiimote steuert ihr anfangs Pikachu, später auch noch weitere Pokémon, zwischen denen ihr jederzeit wechseln könnt, durch die bunte Welt. Um euch mit den anderen Pokémon anfreunden zu können, erfüllt ihr verschiedene Aufgaben. Mal will ein Pokémon in einem Rennen gefangen, mal in einem Kampf besiegt werden. Um dann gibt es wieder ein Quiz oder die eine oder andere Aufgabe zu erledigen, indem ihr versteckte Gegenstände findet und sie eurem künftigen Freund bringt. Was in den ersten Minuten noch recht abwechslungsreich klingt, lässt nach kurzer Zeit leider schon ein wenig an Abwechslung vermissen. Die Aufgaben wiederholen sich schnell, zumal der Schwierigkeitsgrad bei den meisten Aufgaben auch sehr niedrig angesetzt wurde. In jeder neuen Welt muss am Ende auch ein Boss besiegt werden, wobei hier die Kämpfe in zwei Phasen unterteilt sind. Zuerst müsst ihr die Schergen des Bosses besiegen und euch den Weg zum Obermotz bahnen, bevor er danach selbst an der Reihe ist. Sporadisch zu absolvierende Minispiele könnt ihr auch separat vom Hauptspiel anwählen und mit bis zu vier Freunden spielen. Da dies aber lediglich vier Minispiele betrifft, sind diese eher eine kleine Dreingabe anstelle eines wirklichen Kaufarguments. Der Umfang ist insgesamt mit 12 – 14 Spielstunden recht ordentlich, kann mit einem Hauptteil der Serie dabei aber natürlich nicht mithalten. Doch bereits während dieser Zeit merkt man, dass dem Spiel mehr Ideen gut getan hätten.

Technisch ist PokéPark 2: Die Dimension der Wünsche ein in sich stimmiges Spiel, das aber natürlich nicht mit den Meisterwerken auf der Wii mithalten kann. Man merkt zwar, dass sich die Entwickler viel Mühe gegeben haben und eine bunte und atmosphärische Spielwelt erschaffen wollten. Das ist insofern auch gelungen. Gerade Pokémon-Fans werden gerne die einzelnen Abschnitte des Spiels entdecken und dabei immer wieder auf vertraute Elemente stoßen. Gerade aus der Nähe sieht man aber, wie matschig die Texturen teils werden und dass es hier und da gerne ein paar Details mehr hätten sein dürfen. Zudem ist unverständlich, warum man auch im zweiten Teil der Serie auf eine Nunchuk-Unterstützung verzichtet hat. Mit dem digitalen Steuerkreuz lässt sich der Protagonist im dreidimensionalen Raum eben nicht immer optimal dirigieren. Andere Elemente wie die Steuerung in den Kämpfen, sind ebenfalls stark verbesserungswürdig, da hier für den Sieg immer nur ein Knopf bearbeitet werden muss. Anspruch sieht anders aus. Dennoch wird die Zielgruppe sich eine gewisse Zeit mit dem Spiel beschäftigen können, zumal passende Soundeffekte und ein stimmungsvoller Sountrack das Spiel abrunden.

Fazit

Nintendo setzt mit PokéPark 2: Die Dimension der Wünsche die neu erfundene Serie ansprechend fort. Gerade jüngere Pokémon-Fans kommen in der bunten Spielwelt auf ihre Kosten. Ältere Spieler werden dank der sehr simplen Steuerung und der geringen Abwechslung bereits nach kurzer Zeit das Interesse an dem Titel verlieren. Mit mehr Ideen hätte man einen wirklich tollen Pokémon-Titel erschaffen können. So bleibt PokéPark 2: Die Dimension der Wünsche ein an und für sich gelungenes Sequel, welches außer der Zielgruppe aber niemanden wirklich vom Hocker hauen wird.

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1 Kommentar zu „Im Test: PokéPark 2: Die Dimension der Wünsche (Wii)“

  1. Bis jetzt finde ich das Spiel ganz witzig. Einziger großer Störfaktor (mal davon abgesehen, dass es eigentlich ein Spiel für Kinder ist) wäre die Steuerung. Nintendo hat immer noch nicht eingesehen, dass das D-Pad für eine 3D-Umgebung einfach nicht geschaffen ist. Man kann also auch nicht gehen und laufen wie man will; die Charaktere watscheln erst ganz langsam für zwei Sekunden, dann gehen sie zum „Galopp“ über. Zwar kann man auch gleich auf Höchstgeschwindigkeit übergehen, indem man sprintet oder springt, aber das ist nun wirklich keine Lösung!

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