Zelda meets ProgRock: The Epona Project

In dieser neuen Reihe, werde ich zukünftig exklusiv über mein neues Projekt berichten. Mit „The Epona Project“ möchte ich einen langjährigen Traum von mir verwirklichen – die Produktion eines Progressive Rock Konzeptalbums. Und dabei verwende ich ein ganz großartiges Videospiel als Grundlage: The Legend of Zelda: Ocarina of Time!

Vor vielen Jahren auf der Suche nach neuer, spannender Musik bin ich zufällig auf die Band Spock’s Beard aufmerksam geworden. Diese verspielte, technisch anspruchsvolle und kompositorisch komplexe Musik hatte es mir auf einmal sehr angetan und war meine Einstiegsdroge in die Stilrichtung Progressive Rock. Nach und nach beschäftigte ich mich mehr damit und stellte fest, dass auch die Pioniere dieses Genres der 60er und 70er Jahre, wie etwa Pink Floyd, Yes, Genesis und Rush, für mich äußerst spannende Entdeckungen bereit hielten. Insbesondere Konzeptalben wie der Klassiker „The Lamb Lies Down On Broadway“ von Genesis, aber auch neuere Werke wie etwa „Snow“ von Spock’s Beard konnten mich stundenlang vor den CD-Player fesseln. Da ich selber Musik mache und in meiner Kindheit Gitarre gelernt habe (also, so einigermaßen), hatte ich großen Respekt vor der Komplexität und dem Anspruch dieser Alben. Und ja, ich wollte gerne selber irgendwann einmal ein solches Gesamtwerk schreiben und aufnehmen. Ich musste mir selber aber eingestehen, dass die technischen Voraussetzungen als auch die kompositorischen Fähigkeiten meinerseits nicht ausreichend waren, um ein derartiges Projekt auf die Beine stellen zu können.

Die Zeiten aber ändern sich und somit sind mittlerweile qualitativ gute Aufnahmen auch ohne ein riesiges Budget machbar. Und natürlich entwickelt man sich am Instrument weiter. Da ich letztes Jahr, also 2011, mein eigenes Equipment ein wenig auf Vordermann gebracht hatte und mich die Lust gepackt hatte, wieder eigene Kompositionen aufzunehmen, habe ich eine Reihe von Songs produziert. Allerdings alles recht simpel gestrickte Rock/Pop-Nummern – aber immerhin mal wieder ein Einstieg nach einer durchaus langen musikalischen Schaffenspause.

Vor einigen Tagen dann, beim Hören des fantastischen Albums „The Underfall Yard“ von Big Big Train, kam die alte Sehnsucht in mir wieder hervor, ein solches progressives Werk selber zu produzieren. Allerdings hatte ich so meine Probleme in der Findung einer geeigneten Story, die dem Ganzen zugrunde liegen sollte. Nach einiger Überlegung fiel es mir dann wie Schuppen von den Augen – warum meine Leidenschaft für Musik und Videospiele nicht einfach kombinieren? Warum nicht ein episches Spiel als Grundlage für ein Konzeptalbum nutzen? Klar, das ist es! Und ich musste nicht lange überlegen, bis ich mich für The Legend of Zelda: Ocarina of Time entschied. Dabei möchte ich nicht nur auf die Story des Spiels musikalisch eingehen, vielmehr möchte ich auch bekannte Melodien aus dem Spiel verwenden und in mein Lieblingsgenre transportieren.

The Epona Project“, so soll mein Projekt heißen. Zumal ich vor einigen Jahren schon einmal „Epona“ als Band- bzw. Projektnamen auserkoren hatte, hier aber leider nie über eine kleine Demoaufnahme hinaus kam. Diesmal soll aber alles anders werden – 2012 wird sozusagen mein musikalisches Projektjahr. Feste Vorstellungen vom Sounds und der Atmosphäre habe ich bereits. Jetzt gilt es die Story zu skizzieren und diese in eine musikalische Form zu bringen. Exklusiv hier auf Press A Button werde ich euch nun fortan jede Woche einen Einblick in meine Arbeit ermöglichen – samt Fotos, Videos und Hörproben. Am Ende wird es das Album dann zum kostenlosen Download geben. Und natürlich bin ich sehr gespannt, was ihr von meiner Idee haltet und wie sie letztlich bei Zelda- als auch ProgRock-Fans ankommen wird. Ich bin jedenfalls richtig motiviert und haue nun kräftig in die Saiten und Tasten! Let’s Rock!

9 Kommentare zu „Zelda meets ProgRock: The Epona Project“

  1. Großartige Idee und schöner Schreibstil, wenn die Ergebnisse jetzt noch Stimmen perfekt! 😉
    Wenn du die Richtung und Konzeptalben magst, wirf mal einen Blick auf Neal Morse „Testimony“, wurde mir vor kurzem empfohlen.

    Bin gespannt! Und viel Spaß beim Komponieren und Arrangieren.

  2. Besten Dank! Ich gebe mir alle Mühe, die ersten Teile habe ich auch schon demomäßig im Kasten. OoT gibt eine Menge her an Potenzial, macht echt Spaß! Bin selber gespannt auf den weiteren Verlauf 🙂
    Testimony kenne ich natürlich – schon unzählige Male rauf und runter gehört! 😀

  3. Wie sieht das denn mit den Urheberrechten bei solchen Melodien aus?

    Und verlier dich nicht in zu großem Perfektionismus 😉 ein Jahr ist nicht sonderlich lang 😉
    „So you run and you run to catch up with the sun but it’s sinking
    Racing around to come up behind you again.
    The sun is the same in a relative way but you’re older,
    Shorter of breath and one day closer to death.“

  4. Das haben wir auch schon diskutiert in der Redaktion. Letztlich, wenn man nur mal Youtube nach Zelda Covernummern o.ä. durchsucht, wird man ja zugeschüttet mit Content. Daher hoffe ich einfach, dass ich da auch keine Probleme bekomme, zumal ich ja kein Geld damit verdienen möchte, sondern es nur aus Spaß an der Freud‘ mache.

  5. Oha, Ocarina Of Time bildet also die Basis deines Projekts. Nun ja, ist wohl naheliegender als Wii Sports. 😉
    Ich bin, was Zelda und Prog Rock betrifft, ein ziemlicher Laie. Ich hab‘ noch keinen Zelda-Titel gespielt, und Prog Rock interessiert mich zwar, aber meine Sammlung ist noch recht dünn. Am ehesten passt daraus vielleicht „Selling England By The Pound“ von Genesis in dieses Genre.
    Dein Projekt hört sich jedenfalls sehr interessant an.

  6. Pingback: The Epona Project: Videotagebuch 1 | Press A Button

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