Im Test: Virtua Tennis 4: World Tour Edition (PS Vita)


Sega schickt euch passend zum Playstation Vita-Launch wieder zurück auf die Tennisplätze von Virtua Tennis 4. In der World Tour Edition ist es nun auch möglich unterwegs schnelle Matches zu spielen. Wir haben uns Schläger und Sportschuhe geschnappt und für euch herausgefunden, ob sich die Umsetzung genauso gut spielt wie auf den Konsolen und dem PC.

Direkt Vorweg sei gesagt, dass Virtua Tennis 4: World Tour Edition abgesehen von einigen Ausnahmen komplett der Version für PS3- und Xbox 360 entspricht. In unserem Virtua Tennis 4-PS3-Test ist Press A Button-Redakteur Markus bereits ausführlich auf die Modi des Tennisspiels von Sega eingegangen. Diese finden sich nun auch in der PS Vita-Umsetzung wieder. Ihr tretet also entweder in schnellen Showmachtes an, absolviert im Arcade-Modus ein kurzes Turnier, messt euch mit anderen Spielern online oder widmet euch dem World Tour genannten Karrieremodus.

Dabei stellen Kenner der anderen Versionen von Virtua Tennis 4 keinerlei Unterschiede im Ablauf der Karriere fest. Wieder bewegt ihr euch mittels Tickets über ein Spielfeld und rückt so bis zu 4 Felder vor. Absolviert die auf den Feldern angegebenen Ereignisse und nehmt schließlich an kleinen und großen Turnieren teil. Dabei verdient ihr euch Sterne durch die ihr in der Rangliste nach oben steigt. Das ganze funktioniert wunderbar und ist für einen Handheld auch besser geeignet als auf einer großen Konsole. Gerade durch den Brettspielaufbau der Karriere und die schnellen Tennis-Matches lässt sich gut eine schnelle Runde in Bus oder Bahn einlegen. Eine kleine Neuerung findet sich allerdings doch noch bei der Erstellung eures eigenen Spielers. Statt nur aus vorgefertigten Modellen die ihr anschließend anpasst auszuwählen, könnt ihr dank der PS Vita-Kameras nun auch euer Foto als Gesicht verwenden. Das funktioniert an sich relativ gut, kann aber etwas seltsam wirken, wenn sich die Hautfarbe nicht gut genug anpassen lässt.

Abgesehen davon bleibt die gute Spielbarkeit der Reihe auch auf der PS Vita erhalten. Das verdankt Virtua Tennis 4: World Tour Edition den Analog-Sticks und der allgemein guten Bedienbarkeit der PS Vita. Auch die eingebundene Touch-Screen-Steuerung funktioniert, kommt aber nicht an die Tastensteuerung heran.

Überraschend gut haben die Entwickler von Sega auch die Grafik des HD-Vorbilds auf den kleinen Handheld gepackt. Wirkliche Abstriche sind nicht zu erkennen. Nur in der Nahansicht während Wiederholungen oder in den kleineren Zwischensequenzen bei einem Sieg lassen sich minimal schwächere Texturen feststellen, und das nicht immer. Insgesamt sieht Virtua Tennis 4: World Tour Edition wirklich hervorragend aus und braucht sich nicht wirklich vor dem PS3 und Xbox 360-Vorbild zu verstecken. Auch die Animationen der Spieler lassen keinen Raum für Kritik.

Einen neuen Modus hat Sega der PS Vita-Version dann aber doch spendiert. Dabei handelt es sich um die sogenannten VT-Apps. Diese vier kleineren Spielchen ersetzten die Move- und Kinect-Modi der HD-Versionen. Wirklich sinnvoll sind die VT-Apps zwar nicht, aber sie funktionieren soweit und binden ein paar der PS Vita-Features ein. So spielt ihr im VR-Match aus der Ego-Perspektive und bewegt die Kamera in dem ihr eure PS Vita bewegt. Touch-VS hingegen ist ein Zweispieler-Modus an einem Gerät. Ihr seht das Spielgeschehen aus der Vogelperspektive und via Touchscreen steuern beide Spieler ihren Charakter über den Platz. Am sinnfreisten ist allerdings die VT-Kamera. Im Endeffekt handelt es sich dabei um eine Augmented Reality-Funktion. So könnt ihr einen Spieler auswählen und diesen dann irgendwo in eurem Zimmer platzieren und dort fotografieren. Am spaßigsten von allen VT-Apps ist das Schaukelschiff. Hier gilt es mehrere Zielscheiben auf einem Schiff mit dem Ball zu treffen. Damit ihr das schafft, kippt ihr eure PS Vita nach links und rechts wodurch sich auch das Schiff bewegt. Das funktioniert insgesamt zwar gut, macht aber das Steuern eures Tennisspielers etwas komplizierter.

Fazit

Die Virtua Tennis 4: World Tour Edition ist eine wirklich gute Umsetzung der HD-Versionen des Sega-Tennisspiels. Zwar finden Kenner kaum sinnvolle Neuerungen, dafür waren aber auch keine Abstriche erforderlich um den Titel auf die PS Vita zu bekommen. Damit ist Virtua Tennis 4 eine der besten Handheld-Umsetzungen, die ich bisher gespielt habe. Außerdem eignet sich das Spiel durch die schnellen Runden gut für unterwegs, da sich ein Match immer irgendwo einschieben lässt. Alle Tennisspiel-Freunde, die auch unterwegs gerne mal virtuell zum Schläger greifen wollen, können ohne Bedenken zugreifen.

Screenshots

Hinweis: Die Screenshots in diesem Artikel wurden mit der Screenshot-Funktion der PS Vita erstellt. Sie stellen die Grafikqualität des Spiels weitgehend glaubhaft, eher etwas schwächer, dar.

1 Kommentar zu „Im Test: Virtua Tennis 4: World Tour Edition (PS Vita)“

  1. OMG was habe ich den Teil für die PSP geliebt. Und jetzt hier mit der Möglichkeit den Spieler authentisch aussehen zu lassen. Das wird Spaßig.
    Freu mich drauf, werd aber wohl noch etwas warten bis es etwas preiswerter wird.

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.